Leerstehend
Schloss Dittersbach

Der Ort wurde während der deutschen Ostsiedlung als Waldhufendorf angelegt und 1299 erstmals als Ditterichespach erwähnt, der Name geht auf einen Lokator Dietrich zurück. Im Meißner Bistumsmatrikel ist 1346 eine Kirche erwähnt. Im Zusammenhang mit Otto Karaz de Diterispach erfolgte 1350 ein Eintrag im Lehnbuch Friedrichs des Strengen, der auch als Beleg eines Herrensitzes im Ort gilt. Spätere urkundlich überlieferte Formen des Ortsnamens sind Tytrichspach (1406), Dyterichsbach (1412), Dytirsbach (1414) und um 1600 bereits Dittersbach. Zur Unterscheidung von anderen Orten gleichen Namens wurde auch der Zusatz bei Stolpen verwendet.
Für das Jahr 1446 sind ein Sattelhof und ein Vorwerk belegt. Der kurfürstliche Kanzler Hieronymus Kiesewetter kaufte 1554 das Rittergut Dittersbach nebst den damit verbundenen Dörfern Eschdorf, Wünschendorf und Bonnewitz. Er ließ ab 1555 das Schloss bauen, dabei wurde eine vorherige Wasserburg überbaut.
Am 25. April 1559 erteilte Kiesewetter dem Dresdner Papiermacher Hieronymus Schaffhirt das Recht zum Bau einer Papiermühle an der Wesenitz in Dittersbach. Vier Jahre nachdem die Papiermühle neu eingerichtet wurde, brannte sie 1859 ab. In der wiederaufgebauten Papierfabrik wurde zu DDR-Zeiten ein Industriebetrieb eingerichtet.
Nach mehreren Besitzerwechseln des Ritterguts erwarb Johann Gottlob von Quandt es 1829 mit den Dörfern Eschdorf, Dürrröhrsdorf, Rossendorf und Zeschnig. Der Goethe-Verehrer ließ 1831–1833 ihm zu Ehren auf der „Schönen Höhe“ von Joseph Thürmer ein Belvedere erbauen, das Carl Gottlieb Peschel ab 1836 mit Fresken zu Balladen von Goethe ausgestaltet hat.
Das Schloss wurde 1883 aus dem Quandtschen Familienbesitz an die Familie Leuschner verkauft. Diese ließ es 1885/1886 umbauen, wodurch es seine Flügelbauten erhielt. Die Stadt Dresden kaufte das Schloss 1925 und ließ darin ein Erholungsheim einrichten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Norbert Kaiser
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.0354, 13.9887