Privatbesitz
Schloss Deinzendorf
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Der erste urkundlich erwähnte Schlossherr ist Otte der Waitze von Deunzendorf, er scheint 1306 erstmals auf. Nach 1410 dürfte die Familie ausgestorben oder weggezogen sein. 1447 gelangte der damalige Hof in den Besitz der auf Schrattenthal sitzenden Familie Eyczing. Der Hof wurde im 16. Jahrhundert unter den Eyczingernschlossartig ausgebaut.
1594 kaufte Jakob Franz Freiherr von Herberstein die Herrschaft. Wilhelm Graf Oettingen erwarb 1669 das Gut und ließ das Schloss anschließend wieder aufbauen. Durch Erbschaft gelangte Deinzendorf 1702 an die Grafen Schallenberg. Ab 1808 gehörte es den Grafen Auersperg, auf die 1822 Jakob Joseph Löwenthal folgte. Bereits zwei Jahre später übernahm ein Graf Barthenheim den Besitz. Er hinterließ seine Spuren indem er 1831 die Kapelle sowie einen viereckigen Turm abbrechen ließ. Nun wechselten die Besitzer relativ häufig. 1863 war Anton Kellermann Schlossbesitzer. 1874 folgte Theodor Offermann. 1911 übernahm Friedrich Prinz von Schönburg-Waldenburg das Gut, das aber bereits 1917 an Karl Schumpeter gelangte. Seit 1932 ist das nach wie vor landwirtschaftlich genutzte Schloss im Eigentum der Familie Schubert. Das damals baufällige Schloss wurde, mit Ausnahme einiger Gutsgebäude welche zu desolat waren, von Grund renoviert.
Da das Schloss in der Nähe der Pulkau liegt, kann man darauf schließen, dass es früher ein Wasserschloss gewesen ist, dies kann jedoch nicht durch Urkunden belegt werden. Das Schloss Deinzenodrf befindet sich am südöstlichen Ende Deinzendorfs. Die Anlage besteht aus dem gutshofartigem Hauptgebäude und zahlreichen Wirtschaftsbauten, wie Stallungen, das Müllnerhaus, ein Schüttkasten und ein Taubenturm. In dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Stalltrakt befindet sich eine dreischiffige Pfeilerhalle mit barockem Platzgewölbe. Der heutige Taubenturm wurde 1823 errichtet, hatte aber vermutlich einen barocken Vorgängerbau. Sowohl der Taubenturm als auch der Schüttkasten sind an den Ecken mit Sgraffitomalereien verziert, welche vor wenigen Jahren renoviert wurden. Das Hauptgebäude ist ein Vierflügelbau mit einem großen Innenhof, gedeckt durch ein Walmdach. Das Obergeschoß besitzt Fenster mit einfach profilierten Rahmen und gekehlten Sohlbänken. In den Innenhof gelangt man durch das rundbogige Hauptportal an der Ostseite, welches durch eine kreuzgratgewölbte Einfahrt führt. Die Westseite des Innenhofs wird durch einen doppelgeschoßigen Arkardengang geziert, welcher ebenfalls Kreuzgratgewölbe aufweist und massive toskanische Säulen gestützt wird. Im Erdgeschoß sind die Räume mit Stichkappen- oder Kreuzgratgewölben versehen, deren Grate zum Teil rippenartig angeputzt sind.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.6953, 15.9252