SchlossChyše (Chiesch)

Schloss Chyše (Chiesch)

Schloss Chyše (Chiesch)

Privatbesitz

Schloss Chyše (deutsch Chiesch), der Sitz der Grafen Lažanský von Buggau (tschechisch Lažanští z Bukové), befindet sich etwa in Mitte der Strecke Karlsbad – Rakovník, beim gleichnamigen Städtchen Chyše (Tschechien).

Die Gemeinde wird bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Auf dem Platz der ursprünglichen Herrschersiedlung wurde im 15. Jahrhundert eine gotische Burg erbaut. Die Burg und das Dorf bekam 1466 Burian von Guttenstein (Burian z Gutštejna), ein Widersacher des Königs Georg von Podiebrad. Die Burg wurde 1467 vom königlichen Heer erobert und zerstört.

Jahrhunderte später erhielt Mikuláš Lobkowicz durch Heirat das Dorf und ließ ein auf den Grundmauern der Burg ein Renaissance-Schloss erbauen. 1579 verkaufte er die Herrschaft wieder. Weitere bedeutende Besitzer des Ortes waren Anna Ludmila Krakovská z ( Kolovrat) und ihr zweiter Gemahl Baron Karel Jiří Michna z Vacínova. Sie bauten Ende des 17. Jahrhunderts das Schloss im Barock-Stil um. Die barocke Innenausstattung kann heute noch besichtigt werden, darunter Deckengemälde des Peter Johann Brandl.

1766 wurde Chyše an Prokop Lažanský z Bukové versteigert, damals Herr auf dem benachbarten Manětín und Rabštejn nad Střelou. Durch seine Söhne verwurde die Adelslinie verzweigt und das Geschlecht Lažanský Bukové, Manětínský und z Chyšova. Dem Prokop III. Lažanský gehörte das Schloss von 1823 bis 1868 und er ließ einige Restaurierungen und Veränderungen durchführen, vor allem auch der Umbau im Stil der Romantik durch den Prager Baumeister Ignác Ullmann. Elemente der Romanik, gotische Fenster nach britischem Vorbild gebaute Zinnen und Brunnen an den Ecken blieben bis heute in ihrer Form erhalten.

Von März 1917 unterrichtete fünf Monate lang Karel Čapek den jungen Prokop Lažanský.

Nach Kriegsende 1945 wurden die deutschen Besitzer von den Tschechen enteignet und vertrieben (oder ermordet). Diese Verbrechen wurden durch die Beneš-Dekrete legalisiert. Es diente bis 1979 als Schule in der Natur des Bezirkes Most, danach wurde es nicht mehr genutzt. 1996 kauften die Eheleute Vladimír und Marcela Lažanští das Areal zurück und begannen mit einer großflächigen Rekonstruktion.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chy%C5%A1e-Castle2.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.1056, 13.2465