SchlossBützow

Schloss Bützow

Schloss Bützow

Privatbesitz

Das Schloss Bützow liegt in der Stadt Bützow südlich von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Baulichkeiten+

Das ursprüngliche Renaissanceschloss ist seit dem Umbau 1910/1911 ein schlichter, dreigeschossiger Putzbau mit hohem Satteldach. Aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen die Grundmauern und die ehemalige, im Erdgeschoss befindliche und in zwei Jochen kreuzrippengewölbte Kapelle. Mit der Errichtung des linken Vorbaus an der dem Schlossplatz zugewandten Fassade wurde vermutlich im 16. Jahrhundert als Stiegenturm begonnen. Fertiggestellt wurde er nach 1566, als das Gebäude zu einem herzoglichem Schloss umgebaut wurde, mit einem schlicht gegliederten Giebel. Auf der Nordostseite befindet sich ein behelmter, dem Gebäude vorgesetzter Treppenturm. Der Eckturm an der Südseite stammt vom Umbau der Jahre 1910/11.

Von der ursprünglichen Inneneinrichtung ist durch den Umbau 1910/1911 wenig erhalten geblieben. So wurden die ursprünglich hölzernen und bemalten Decken durch Stahlbetondecken ersetzt. Am Nordteil des östlichen Flügels ist ein Wappen und ein Terrakottenschmuckfries zu sehen.

Im Jahr 1171 wurde die slawische Burg (castrum Butissowe) im Land Bützow (Terra Butissowe) erwähnt. Um 1180 wurde Bützow dann unter Bischof Berno bischöfliche Residenz und blieb es bis zur Reformation. Aus dieser Zeit stammt die gotische kreuzrippengewölbte Kapelle, die bis zum Jahr 2000 das Heimatmuseum beherbergte. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg zerstört, danach wieder aufgebaut. Die Güter und auch die Burg wurden Anfang des 14. Jahrhunderts an die Familie von Bülow verpfändet. Erst dem Schweriner Bischof Albrecht von Sternberg gelang es im Jahr 1357, nachdem er mehrere Mitglieder der Familie von Bülow mit dem Bann belegt hatte, im Juni 1363 zum Vergleich zu kommen. Darin gestand er dem Hause Bülow die bischöflichen Residenzen in Bützow und Warin zu. Das Stift Bützow ging im Zuge der Reformation im Jahr 1540 an Herzog Ulrich von Mecklenburg. Dieser baute die Burg 1556 zu einem Renaissanceschloss um. Es diente ab 1713 der Herzogin Sophie-Charlotte als Witwensitz, bis sie 1749 verstarb. Im Herbst 1760 wurde durch Herzog Friedrich von Mecklenburg (1756–1785) die Friedrichs-Universität Bützow gegründet, die teilweise im Schloss untergebracht war. Schon im April 1789 wurde die Universität wieder mit der Universität Rostock vereinigt und damit in Bützow aufgelöst.

Von 1812 bis 1879 war das Kriminalkollegium (Obergericht) im Schloss angesiedelt. Im Jahr 1910/1911 wurde das Schloss restauriert und umgebaut. Den Auftrag dazu erhielt der Oberlandbaumeister Adolf Prahst. Teile des Schlosses wurden abgerissen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, während der DDR-Zeit, waren in dem Gebäude das Kulturhaus und später eine Bibliothek und ein Museum untergebracht. In den 1980er Jahren befanden sich im Untergeschoss das Restaurant Ratskeller, im Erdgeschoss eine Bibliothek, in der ersten Etage das Stadtmuseum und im zweiten Obergeschoss eine Musikschule. Nach der Wende stand das Gebäude leer und wurde erstmals 1993 und dann noch einmal 2001 an private Investoren verkauft. Im Jahr 2010 begann die tiefgreifende Renovierung des Schlosses. Es soll als Wohngebäude genutzt werden.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rainer Gindele

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.8472, 11.9766