Privatbesitz
Schloss Breitenbruck

Das Schloss Breitenbruck liegt im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Katsdorf im Bezirk Perg in Oberösterreich.
Breitenbruck wird im Babenberger Urbar von 1230 erwähnt. Die Burg Breitenbruck wird 1368 als landesfürstliches Lehen des Wolfhart Breitenbrucker genannt. Zur Zeit der Hussitenkriege ist Breitenbruck zerstört worden. Jörg Breitenbrucker verkaufte 1441 die Burg an Valentin von Hohenegg; dessen Tochter Sarah brachte das Schloss als Heiratsgut 1619 in die Ehe mit Gotthard von Tattenbach ein. 1627 erwarb Hans Handl von Ramingdorf das Schloss, dann folgte 1637 Graf Heinrich von Starhemberg, der das Schloss aus der Erbmasse erwarb. Da in der Folge Breitenbruck zur Herrschaft Riedegg kam, ging es seiner Verwaltungsfunktion verlustig und begann zu verfallen. Als Besitzer sind noch Anton Pfeffer von Regenheim und seine Gattin zu erwähnen. Im 19. Jahrhundert wurde es von zwei Bauern aufgekauft und zu einem Bauernhof umgewandelt. Der Besitzer Ferdinand Reindl verstarb 1923, ihm folgte sein Sohn.
Schloss Breitenbruck heute+
Das zu einem Bauernhof gewordene Schloss enthält immer noch Elemente eines wehrhaften Ansitzes, obwohl von der Bausubstanz, wie sie noch auf dem Stich von Georg Matthäus Vischer dargestellt wird, wesentliche Teile verschwunden sind. Es liegt auf einer kleinen Felsenplatte und war früher von einem Teich umgeben. Der Grundriss entspricht einem unregelmäßigen Achteck. Das oberste Stockwerk ist abgebrochen worden. Der Graben um das Schloss ist heute zugeschüttet.
Im Burginnenhof befinden sich zwei Sonnenuhren, von denen die eine die Vormittags- und die andere die Nachmittagsstunden anzeigt. Von dem Turm rechts des Eingangs sind zwei Geschoße erhalten. Zum Innenhof ist er mit Holz verblendet und dient als Schuppen. Die Kanten an der Außenseite sind abgerundet. Der zweite Turm führt in einen Keller, der mit einem Tonnengewölbe und Stützsäulen ausgestattet ist. Die Innenräume im ersten Stock sind gut erhalten, aber aus der früheren Kapelle mit Kreuzrippengewölbe ist ein Wohnraum geworden. In der Diele des ersten Stockwerkes sind an der Decke noch die alten Kein-Lampenträger angebracht. Im Erdgeschoss befindet sich ein Saal mit einem prächtigen Netzrippengewölbe, der lange Zeit als Schweinestall diente. Im Innenhof finden sich noch Reste von Wandmalereien.
Die Mauern haben an der Außenfront noch die alten Fenster, teilweise sind auch die alten Fensterkörbe erhalten. Ebenso findet sich ein Abtrittserker an der Außenseite. Im Erdgeschoss sind neue Fenster eingebaut. An der Eingangsseite dominiert ein neues, den Bedürfnissen der Zeit entsprechend vergrößertes Eingangstor. Das originale gotische Tor mit danebenliegenden Schlupftürchen sowie die Zugbrückenrollen sind aber neben dem Eingangsturm noch erhalten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Georg Matthäus Vischer / Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.3261, 14.4773