Privatbesitz
Schloss Birken

Das Schloss Birken hat seinen Namen wahrscheinlich daher, „…daß etwan eine besonders große - oder wohl gar in den ersten Zeiten ein einziger Bircken-Baum hier gestanden, wenigstens ist diese Art Bäume um die Stadt herum äußerst selten…“.
Ein Bauernhof wurde am Acker auf den Pircken erstmals 1507 urkundlich erwähnt. Infolge eines Besoldungsrückstandes wurde er von Markgraf Christian Ernst 1684 seinem Hofmarschall Hans Wilhelm von Erffa geschenkt. 1687 bis 1692 erfolgte, nach Abriss des alten Gebäudes, der Bau eines barocken Schlosses mit Barockgarten und Teehaus nach Plänen von Charles Philippe Dieussart.
1740 rief Christiane Charlotte Freifrau von Stein, geb. Erffa, die Baron von Stein'sche Stiftung ins Leben. Sie verfügte, dass nach ihrem Tod 1752 „... allezeit auf der Bircken vier arme adelige Wittwen oder Fräulein mit Wohnung, Cost und Unterhalt versorget und gehalten ...“ wurden. Der aktive Beginn der Stiftung lässt sich auf 1756 datieren. 1813 wurde auf dem Freyherrlichen von Steinischen Stift Birken ein Lazarett für Nervenfieberkranke eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude als Lazarett für verwundete Soldaten genutzt. 1956 verkaufte die Stiftsverwaltung das Schloss Birken an eine Privatperson.
Der Stadtteil Birken entstand als solcher erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, lange stand das Schloss weitgehend allein. Noch 1745 zeigte die Riediger-Karte das Gebiet um das Schloss gänzlich unbebaut. Das zugehörige Bauerngut wurde 1952 aufgelassen, von 1954 bis 1978 befand sich auf dem Gelände eine Gärtnerei. Danach wurde dort eine halbkreisförmige Zeile von Wohnhäusern errichtet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.9331, 11.5769