Privatbesitz
Schloss Arnfels

Im 11. Jahrhundert gehörte Arnfels den Grafen von Sponheim. Der hier stehende Turm wurde von einem ihrer Dienstmannen betreut. Nach dem Tod Graf Bernhards von Sponheim kam Arnfels 1147 an den Landesfürsten. Es wurde aber bald an die Herren von Mureck verliehen.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Burg am Felsen über dem Tal neu aufgebaut. Damals wurde sie castrum Arenuels genannt. 1242 zog der steirische Herzog das heimgefallene Lehen ein. Nach 1246 kam Arnfels an das Erzbistum Salzburg. Der Erzbischof belehnte den Landesfürsten mit der Herrschaft, der sie als Afterlehen an die Heunburger weitergab. Über Agnes von Heunburg, die mit einem Pfannberger verheiratet war, kam Arnfels an diese Familie.
Da Graf Ulrich von Pfannberg 1293 an einer Adelsverschwörung gegen Herzog Albrecht I beteiligt war, musste er seine Burg dem Landesfürsten übergeben, der sie wiederum an Leutold von Dürnstein weitergab. 1318 kam die Herrschaft an den Salzburger Erzbischof. 1352 kam Arnfels als Salzburger Lehen an Friedrich III von Wallsee-Graz. Danach wurden meist bischöfliche Verwalter eingesetzt. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts brannte die Burg aus. Sie wurde 1424 Koloman Windischgrätz mit der Auflage sie innerhalb von vier Jahren wiederaufzubauen übergeben. 1426 kam es zu einem neuerlichen Brand. Da die Burg 1433 noch immer nicht erneuert war, wurde sie an die Brüder Wilhelm und Hans Reisperger vergeben.
Kaiser Friedrich III war bemüht, die strategisch wichtige Burg in seine Hand zu bekommen, was ihm 1458 gelang. Nun wurden wieder landesfürstliche Pfleger eingesetzt. Von 1479 bis 1490 war Arnfels von den Ungarn besetzt. 1515 verpfändete Kaiser Maximilian I die Burg an Sigmund von Dietrichstein. 1523 war Hans Freiherr von Thurn Pfandinhaber. Er begann mit dem neuzeitlichen Ausbau von Arnstein und schuf die Vorburg. Die Brüder Wilhelm und Erasmus I von Gera übernahmen 1555 die Burg und setzten den Ausbau fort. 1604 wurde das bereits schwer verschuldete Arnfels an Hans Friedrich von Mersperg verkauft. Dessen Enkelinnen veräußerten die Herrschaft 1651 an Hans Jakob Freiherrn von Galler. Die neuerlich schwer verschuldete Herrschaft wurde 1666 von der Familie Mersperg übernommen.
1669 wurde es an Carl Gottfried Graf Breuner verkauft. Die nächsten Besitzer waren Fürstbischof Peter Philipp (1681) und Otto Graf von Dernbach (1687). Letzterer ließ das Schloss barock ausbauen. Seine Witwe heiratete Franz Erwein von Schönborn. Dessen Nachkommen behielten die Herrschaft als Fideikommiss bis 1912. Dann erwarb sie die Familie Czerweny-Arland. Das Schloss wurde 1976 umfassend restauriert. Es befindet sich auch heute in Privatbesitz und wird bewohnt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at
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