Privatbesitz
Schloss Angern

Bereits 1341 hatte Erzbischof Otto, Landgraf von Hessen, von Magdeburg in Angern eine Burg mit einem künstlichen Wassergraben errichten lassen, von der man annimmt, dass sie auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet wurde.
Die Wasserburg wechselte jedoch mehrmals den Eigentümer. 1343 gehörte sie einem Gerlof von Brunhorcz. Ab 1363 ist der Burgherr Lüdecke von Grieben im Lehnsbesitz von Angern. Er war kein Angehöriger des bedeutenden gleichnamigen Adelsgeschlechts derer von Grieben, sondern ein Vasall derselbigen und hatte, wie damals üblich, deren Namen angenommen. Im Jahr 1370 sind Lüdecke von Grieben und zwei Söhne des Ritters Jakob von Eichendorf mit dem Ort Angern belehnt. Ab 1373 war Ritter Gebhard von Alvensleben, auch von Klötzen genannt, Lehnsherr in Angern. Er machte vor allem durch Raubüberfälle auf Magdeburger Kaufleute von sich reden. Im Jahr 1382 belagerten Magdeburger Bürger die Burg in Angern bis Gebhard von Alvensleben ihnen die Burg für 400 Mark Silber abtrat. Friedrich Graf von Hoym und Erzbischof von Magdeburg verlangte das Schloss Angern als Lehngut des Erzstiftes. Aber erst 1384 wurde das Schloss Angern von der Stadt Magdeburg an den neuen Erzbischof Albrecht IV. gegen eine Zahlung von 900 Mark Silber übergeben.
Das Schloss war stark beschädigt, sodass der Erzbischof das Haus renovieren lassen musste. In der folgenden Zeit wird das Schloss immer wieder als Pfand veräußert und wechselt somit seine Besitzer. Nach der Renovierung verpfändete der Erzbischof das Haus Angern an Hermann von Standorf, von dem es 1391 wieder eingelöst wurde. 1392 wurde Angern an Henning von Rengerslage verpfändet für einen Betrag von 800 Böhmischen Gulden. Erzbischof Günter II. Graf von Schwarzburg löste das Haus 1403 von den Gebrüdern Albrecht und Cuno von Rengerslage wieder ein. 1411 ging das Haus als Pfand an Sander von Hemmersdorf (oder Alexander von Hermstorf). Dieser gab das Haus 1424 gegen eine Zahlung von 400 Rheinischen Gulden weiter an Margarethe und Dietrich von Czerwst (auch Diether von Zerbst) und die Gebrüder Ritter Bernhard (auch Barndt) und Werner von der Schulenburg.
1448 wurde das Schloss Angern schließlich an die Gebrüder Busso, Bernd und Matthias (auch Matthies) von der Schulenburg durch einen Lehnbrief des Erzbischofs Friedrich III. Graf von Bleichingen „zu rechtem männlichen Lehen“ beliehen. Die Familie von Zerbst wurde mit Geld abgefunden und Erzbischof Friedrich von Magdeburg bekam größere Summen für seine Bauten in Giebichenstein und Wolmirstedt vorgeschossen. Trotz mannigfacher Erbteilungen der Familie von der Schulenburg blieben Schloss und Grund Angern fast fünfhundert Jahre bis 1947 im Besitz der Familie.
Von 1949 bis 1990 war in dem Schloss eine landwirtschaftliche Berufsschule untergebracht. 1997 erwarb die Familie von der Schulenburg das Schloss wieder.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=893
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