Privatbesitz
Schloss Altenhain
Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1358 als Aldinhayne. Das Dorf Altenhain entstand wahrscheinlich im 11. und 12. Jahrhundert mit dem hochmittelalterlichen Landesausbau, (früher Deutsche Ostsiedlung). Im Jahr 1330 wurde der Herrensitz von der Familie von Große erworben. Später wurde diese innerhalb der Familie für einige Zeit geteilt, worauf die urkundliche Erwähnung zweier Rittergüter im Jahre 1606 schließen lässt. 1742 erwarb es Theodor August Freiherr von Hohenthal und vermachte es 1777 seiner Tochter Getraude Gräfin von Brühl, welche 1783 starb. Das Gut ging zurück an ihren Vater, der jedoch noch im gleichen Jahr starb. Neuer Besitzer wurde Friedrich Leopold von Bißing, dem 1790 sein Sohn nachfolgte.
1802 erwarb Christian Gottlob Vetter das Rittergut. Nach dessen Tod 1822 ging es an einen Schwiegersohn namens Seyfert und verblieb dort bis 1848. Neuer Eigentümer wurde Friedrich Wilhelm Kabitzsch, der 1858 den Bau des Herrenhauses nach Plänen des Leipziger Architekten Mothes im Stile der Frührenaissance ausführen ließ. 1871 errichtete man einen turmähnlichen Anbau.
Nachdem die Familie Kabitzsch das Rittergut innehatte, besaß es zuletzt Dietrich von Gontard, welcher es 1931 erworben hatte und 1945 durch die Kommunisten enteignet und vertrieben wurde. Das Inventar fiel nach der Enteignung Plünderungen zum Opfer, wobei viele historische Werte verloren gingen. 1946 zogen 12 Neubauernfamilien aus Schlesien ins Rittergut ein, in der großen Diele des Herrenhauses wurden Versammlungen abgehalten.
Das Kreisbauamt Grimma ordnete 1948 den Abriss der Gebäude an – aus dem Abbruchmaterial sollten Baustoffe für die Gebäude von Neubauern gewonnen werden. Der damalige Bürgermeister Kurt Gey konnte durch Verzögerung den Abriss verhindern. Danach wohnten hier sowjetische Unteroffiziere mit ihren Familien, welche in Altenhain stationiert waren. Anfang 1982 verließen die Sowjets das Haus. Seitdem war es dem Verfall preisgegeben und verkam u. a. durch illegale Müllablagerungen. In diesem Zustand kaufte 1996 der Dresdner Restaurator Thomas Lauth das Herrenhaus mit zugehörigem Park.
Nach 14-jähriger Renovierungszeit am Herrenhaus des Ritterguts wurden diese Arbeiten 2010 abgeschlossen. Diverse Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen sind nunmehr für die Öffentlichkeit zugänglich.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2912, 12.7014