SchlossAltengottern

Schloss Altengottern

Schloss Altengottern

Kinderheim

Es wird angenommen, dass sich in Altengottern auch ein Königshof von Kaiser Heinrich II. befand, denn seine Anwesenheit im Ort wurde 1017 beurkundet. Auch eine Wasserburg stand wohl zu dieser Zeit schon an der Unstrut, unmittelbar an der Stelle des späteren Rittergutes im westlichen Ortsteil, um die Straße über den Fluss zu sichern. Ab 1155 wird Ekkehardt von Gottern in Urkunden erwähnt, der wohl als Lehnsmann seinen Sitz in der Wasserburg hatte. 1180 bis 1316 werden die Herren von Gottern als Besitzer der Burg genannt. Ab 1440 waren es die Herren von Hagen. 1632 heiratete Rudolf Levin Marschall von Herrengosserstedt die Erbin Anna Gertrud von Hagen. 1641 wurden Dorf und Burg Altengottern Opfer des Dreißigjährigen Krieges. Die Marschalls wurden wie die anderen überlebenden Ortsbewohner vertrieben. 1650 begannen der Wiederaufbau und die Wiederbesiedlung. Die Bauern wurden mit genügend Eigenbesitz ausgestattet, so dass bald wieder einiger Wohlstand im Dorf herrschte. Der Mittelteil des Schlosses und die von den Söhnen des Rudolf Levin gestifteten Kirchen St. Trinitatis im Oberdorf (anstelle der Vorgängerkirche St. Martin) und St. Wigberti im Unterdorf stammen aus der bis 1700 dauernden Wiederaufbauzeit. Einheimische Baumeister und Künstler wurden dazu herangezogen. 1820 bis 1824 wurde der Nordflügel des Schlosses im romanischen Stil erneuert. Gleichzeitig entstand neben dem Schloss ein neues Herrenhaus im klassizistischen Stil. Der kleine Park wurde neu gestaltet, die Bibliothek ergänzt. 1903 erfolgten Anbauten an das Schloss. Die Kellergewölbe im Rittergut stammen sicher noch aus der Zeit der Wasserburg.

Nach Ablösung der amerikanischen Besatzung durch die Russen wurde die Familie Marschall aus dem Schloss verwiesen, wohnte dann verstreut im Dorf und wurde am 22. Dezember 1945 auch von dort vertrieben – unter Androhung der Einweisung in ein Speziallager des NKWD. Die gesamte Inneneinrichtung des Schlosses wurde entfernt, die wertvolle Bibliothek vernichtet, die meisten Möbel und Bilder zerstört.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.1641, 10.5739