SchlossAltenburg

Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Fachklinik für psychosomatische Krankheiten

Die ersten Siedler in der Landschaft um das heutige Altenburg waren die Teutonen. Anschließend kamen die Kelten und bauten in dieser Gegend für ihre Rodungen die ersten Fluchtburgen.

Um 15 v.Chr. bis ungefähr 500 n.Chr. ging hier die große Consularstraße der Römer von Salzburg nach Augsburg vorbei, die von einem befestigten Turm mit Besatzung gesichert wurde. Im 6. Jahrhundert wanderten dann die Agilolfinger in diese von Kelten und Romanen besiedelten südlichen Landstriche (genannt Noricum) ein und nahmen sie ohne Kampf in Besitz.

In der Gegend der Moränenlandschaft an der Mangfall ließ sich das Geschlecht der Vaganer Gaugrafen nieder und wurde an der Altenburg sesshaft. In diesem Zusammenhang wurde das gesamte Gebiet gerodet, was die Orte Ober- und Niederreit, sowie Riedhof bezeugen (Land ist Macht).

Nach dem Aussterben der Faganen übernahm das Geschlecht Neuburg-Grafenstein unter Graf Sibito IV. den gesamten Bezirk und baute den Wachturm der Römer als feste Burg aus. Dieses wurde durch den Falkensteinkodex von 750 bestätigt, das erste Vermögensverzeichnis einer adligen Familie.

Um 1050 erfolgte durch Falkensteiner Ministerialen der Ausbau des befestigten Platzes in eine Ritterburg mit Zugbrücke zur Überwachung der Salzstraße nach München. Anno 1247, im unseligen Salzburger Bischofskrieg, wurde die Burg durch Herzog Otto II. von Bayern (Wittelsbach) zerstört und geschleift.
Um 1258 erfolgte der Wiederaufbau einer größeren Burg mit Wohntrakt und steinerner Brücke durch die Ritter von Schalchdorf. Ungefähr 100 Jahre später wurde ein erneuter Umbau durch die Ritter von Frundsberg durchgeführt.

Im Jahre 1434 erwarb Graf Otto II. von Maxlrain die Altenburg und vergrößerte sie. Bis zum Jahre 1560 war die Altenburg im Besitz des Grafen Wolfgang von Maxlrain und Waldegg. 1560 erfolgte unter Herzog Albrecht von Bayern der Umbau der Altenburg in ihre jetzige Form.

Im dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von Liga-Söldnern und einer einheimischen Rotte besetzt. Auch nach längerer Belagerung trotzte sie den angreifenden Schweden als einzige Burg in Bayern.

Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte Schloss Altenburg im Jahre 1879 von den Freiherren Friedrich zu Hofstetten in den Besitz des Grafen Georg von Wilding und Königsbrück, Fürst von Radali, der es nur als Sommersitz nutzte.

1953 wurde nach einer Absprache der Erbengemeinschaft das Schloss durch den Erbverwalter Freiherr von Luttitz an den Missionsdienst für Christus, Sitz Stockdorf, verkauft.

Kriegs- und Nachkriegsschäden machten einen 8. Umbau des Schlosses erforderlich. 1954 konnte dann der Schulbetrieb für Soziale Mädchenberufe aufgenommen werden. Wegen zu geringer Auslastung musste dieser Schulbetrieb 1992 eingestellt werden.

1995 übernahm das Evangelisch-Lutherische Dekanat München das Schloss Altenburg und nutzte es als Seminar- und Meditationshaus – „Haus der Stille“.

2003 verkaufte der Dekanatsbezirk das gesamte Anliegen an eine Kursteilnehmerin. Sie stellt es dem Verein Schloss Altenburg – Haus der Stille e.V. zur Verfügung. Er verantwortet jetzt die Meditationsarbeit.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.9154, 11.8119