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Schloss Allwind
Das Grundstück Alwind (oder Allwind) wurde erstmals 1370 urkundlich erwähnt und war im 15. Jahrhundert im Besitz der Herren von Höchst: Der Lindauer Johann von Höchst errichtete 1455 ein burgähnliches Schlösschen, das er „Alwind“ nannte. 1475 entdeckte man in Bad Schachen eine Eisen-Schwefelquelle, was die Entstehung eines kleinen Heilbades förderte, das in den folgenden Jahrhunderten ständig wuchs.
Es folgten die Herren von Montfort als Eigentümer. Johann Baptist Ritter von Spix (1781–1826) wurde vom König für seine Verdienste geehrt. Das Schloss Alwind am Bodensee, das er vom König geschenkt bekommen hatte, konnte er wohl nicht mehr besuchen. Ab 1797 waren die von Gruber die Herren auf Alwind: Georg Gruber war ein Cousin von Friedrich Gruber und ließ sich einige hundert Meter westlich des Lindenhofs eine Villa als Sommersitz bauen. Die Villa Alwind wurde 1852/53 als klassizistische Villa mit Flachwalmdach durch den Architekten Johann Christoph Kunkler aus St. Gallen errichtet.
1905 kaufte der Textilindustrielle Leopold König (1852–1912) das Haus, nachdem es über 50 Jahre lang unbewohnt war. Während der „König-Ära“ wurde Alwind in den Jahren 1905 bis 1912 während der Sommermonate zu einem Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Lindau. 1906 entstand hier der Alwinder Hafen – nach dem Vorbild des Lindauer Hafens mit zwei Molen, von denen die eine eine Löwenstatue trägt.
Dr. Paul F. Beckmann (1881–1963) kaufte 1924 das Anwesen und ließ anstelle des Rebhangs südlich der Villa den Park anlegen. Seit 1942 wurde der Gebäudekomplex von der Deutschen Post AG, die 1937 Grund und Boden erwarb, als Erholungsheim für weibliche Postangestellte genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Anlage an die französischen Besatzungstruppen und kam 1951 an die Deutsche Bundespost zurück. Die Villa und der Park stehen seit 1952 unter Denkmalschutz.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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