Schloss/BurgLangenau - Albeck

Schloss Albeck

Schloss Albeck

Privatbesitz

Schloss Albeck liegt innerhalb der historischen Ortsmitte Albecks, einem Stadtteil von Langenau im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis. Es steht in beherrschender Lage an der südlichen Kante des Flöztales nördlich von Ulm.

Geschichte+

Vermutlich zwischen 1081 und 1100 wurde von Herzog Friedrich I. von Schwaben die Burg Albeck zur Absicherung des Grenzgebietes zu Ulm, das sich zu dieser Zeit im Besitz der Welfen befand, erbaut. Belehnt wurden die Verwandten Berangar und Adalbert von Stubersheim. Urkundlich erwähnt ist, dass sich Berangar ab 1107/1108 „von Albeck“ nannte. Als Erbe gelangten Burg und Herrschaft 1245 an den Markgrafen Heinrich von Burgau und 1289 an den Grafen Rudolf von Werdenberg-Sargans. Um 1300 erfolgten umfangreiche Ausbaumaßnahmen der Anlage. Zusätzlich wurde der Weiler ummauert. Im Städtekrieg eroberte Ulm die Burg im Jahr 1387. Graf Konrad von Werdenberg verkaufte sie 1383 für 6830 Goldgulden an Ulm. Während des Fürstenaufstands 1552 wurden Albeck durch den Markgrafen von Brandenburg 10.000 Gulden „Brandschatzung“ auferlegt, weil sich die Besatzung der Burg nicht ergab. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen kaiserlichen Truppen die Burg am 17. Juli 1635 nach Belagerung, im Gegensatz zum Dorf Albeck, unzerstört ein. Im 17. Jahrhundert erfolgen umfassende Neubau- und Instandsetzungsmaßnahmen. Eine Zerstörung der Burg und des Dorfes fand – nach zwei erfolglosen Versuchen im Juli 1704 – durch bayerische und französische Truppen während des spanischen Erbfolgekrieges statt. Bereits 1712 erfolgte der Teilwiederaufbau als Schloss unter Verantwortung des Baumeisters Heinrich Hacker, um fortan als Amtssitz zu dienen. In den Jahren 1787/1877 wurde die Schlossbrücke neu errichtet und das Viehhaus abgebrochen. Von 1802 bis 1810 war das Schloss Sitz eines bayerischen Landgerichts und Rentamts. Das Gerichtsdienerhaus mit Gefängniszellen im südlichen Eckturm wurde 1805 errichtet. Nach Übergang an Württemberg war das Schloss von 1810 bis 1819 Sitz eines Oberamtmannes. Nach 1819 wurde es württembergisches Forstamt und 1841 in Privatbesitz verkauft. Um 1900 erfolgte der Ausbau als Landsitz sowie die Aufstockung und Verputzung des südlichen Eckturms. Der südliche Schlossteil wurde 1934 von Württemberg gekauft und 1956 schließlich wieder an privat veräußert. 1966 bis 1969 erfolgen umfassende Renovierungsmaßnahmen. Heute dient das Schloss als Wohngebäude, und Teile der Räumlichkeiten werden vermietet.

Anlagenbeschreibung+

Die ursprünglich stauferzeitliche Burg bestand um 1200 aus einem Bergfried, einer Schildmauer und einem Palas. Der ursprüngliche Burgplatz hatte eine Fläche von 37 bis 44 Metern zu 55 bis 65 Metern und war durch die Bauweise mit Buckelquadern gekennzeichnet. Bereits 1300 wurde die Anlage umfassend ausgebaut, indem die Umfassungsmauer mit Rundtürmen bestückt und südlich und südöstlich ein Vorhof mit Zwinger angelegt wurde.

Du möchtest mehr über dieses Objekt erfahren?

Die vollständige Beschreibung gibt es mit Premium — dazu Offline-Pakete, Audio-Guide und hochauflösende Bilder.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Schon Premium und trotzdem gesperrt?

Die Anmeldung gilt je Adresse. Auf mobilegeschichte.de musst du dich einmal separat anmelden — dein Premium gilt dann auch hier.

Anmelden →

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Albeck_%28Langenau%29,_Schlo%C3%9F.jpg

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 48.4824, 10.0544