Privatbesitz
Schloss Ahrensburg

Schloss Arensburg ist ein Schloss im Stadtteil Steinbergen der Stadt Rinteln in Niedersachsen.
Der mittelalterliche Bau besteht aus einem Hauptgebäude und mehreren Nebengebäuden. Das Fachwerkgebäude, auch „Zehntscheune“ genannt, das sich nördlich des Herrenhauses befindet, ist heute der älteste Teil. Der 14 Hektar große Park steht unter Naturschutz.
Nach mehrfachem Eigentümerwechsel steht das zunehmend verwahrloste Schloss Arensburg zurzeit wieder zum Verkauf. Über die mögliche Nutzung bestehen seit Jahren unterschiedliche Vorstellungen (Stand: 2015).
Die Arensburg wurde wohl aus einer ursprünglich bestehenden Trutzburg errichtet. Der Name spricht dafür, dass es sich dabei um den Sitz der Herren von Arnhem handelte. Darauf deutet auch ein um 1550 entstandenes Gemälde, das auf der Arensburg hing und einen Grafen Arnum und Annois zeigte. Es trägt die Aufschrift "Ein Graf von Arnum und Annois genannt. Ich hab gehabt manch Land".
Die vermutlich im 12. Jahrhundert entstandene Burg gehörte bei ihrer ersten urkundlichen Nennung 1385 den Schaumburger Grafen. Von dieser Anlage ist heute nichts mehr erhalten.
Der Umbau von der Burg zum Schloss fand um das Jahr 1560 statt und umfasste den Anbau von Trakten, Ställen und eines mittelalterlichen Innenhofes. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts zog Hermann, Bischof von Minden nach Aufgabe und Verlust seines Bistums 1582 zurück nach Schaumburg zu seinem Bruder Adolf und bewohnte die Arensburg als Herrensitz bis zu seinem Tod im Jahr 1592. In dieser Zeit entstand das Hauptgebäude mitsamt Palas und Treppenturm sowie der heute älteste Teil, der Fachwerkaufbau mitsamt Walmdach.
Bis 1816 versank die Arensburg in einer Art Dornröschenschlaf. Das Hauptgebäude wurde zeitweise als Lager für Getreide und andere Güter genutzt, ehe Fürst Georg Wilhelm zu Schaumburg-Lippe Ida von Waldeck-Pyrmont ehelichte und das Schloss Arensburg zu einem Feriendomizil um- und ausbauen ließ. Die Vorzüge der Nähe zu Bückeburg und dem Kurbad Eilsen sowie die reizvolle landschaftliche Umgebung passten gut in das damalige Konzept eines Ferienanwesens im Stil der Romantik. Der Turm wurde erhöht, das Dach wiederhergestellt, moderne Deckenmalereien im Stil der Neugotik aufgebracht. Mit diesem Stil ging die Arensburg dem damaligen Zeitgeschmack um gut 25 Jahre voraus.
Neben dem Schloss befand sich lange Zeit ein Marstall. Auf dessen Grundmauern wurden schließlich modernere Gebäude errichtet. Mit dem Bau der Reichsautobahn, in diesem Bereich die spätere Bundesautobahn 2, gehörte die Arensburg ab 1940 der Reichsautobahnverwaltung. Diese plante, die Arensburg als Autobahnraststätte auszubauen und zu nutzen, was während des Krieges unterblieb.
Von 1943 bis April 1945 war die Arensburg ein KZ-Außenkommando des Arbeitserziehungslagers Lahde. Dessen internationale Häftlinge waren in der Zehntscheune als Massenquartier untergebracht und hatten schwerste Zwangsarbeit im nahen Steinbruch gegenüber zu leisten, der heute der Freizeitpark Steinzeichen ist.
Erst in den frühen 1950er Jahren wurden die Planungen zu einer Autobahnraststätte wieder aufgegriffen, wenn auch ohne nachhaltigen Erfolg. 1951 fanden auf dem Gelände Ausgrabungen statt, bei denen eine viereckige Grundmauerkonstruktion freigelegt wurde, die die Entstehungszeit der Burg auf die Zeit um das Jahr 1100 zu datieren erlaubte.
Nach wechselnden Nutzungskonzepten und Pächtern der Arensburg, wurde das Schloss in den 1990er Jahren renoviert und zu einem Büro- und Verwaltungsgebäude umgebaut. Es wurde dabei modernisiert und unter anderem mit einem Fahrstuhl ausgestattet.
Ein Vorgängerbau wird bereits138im besitz des Graf Adolf V. von Schaumburg erwähnt. Im 16. Jahrhundert erfolgten Aus- und Umbauten. 1647 wechselte der Besitz an die Grafen von Schaumburg-Lippe. 1819-25 wurde das Schloss abermals umgebaut und wechselte 1940 an die Reichsautobahnverwaltung. 1950 wurde das Schloss zu einem Hotel umgebaut und ist heute im Privatbesitz.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=529
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