Privatbesitz
Scheurlsches Schloß

Das Schloss der Familie Scheurl in Fischbach lag auf einem alten Zeidelgut des Lorenzer Waldes und war daher ein Reichslehen. Um 1369 angeblich im Besitz der Rummel, gelangte es später an Sebald Holzschuher (gestorben 1483). Von einem Herrenhaus erfahren wir erst 1497, als Sebalds Kinder das Zeidelgut „mit dem Sitz, Vorhofe und gartten“ an Michael Behaim verkauften. Dessen Sohn Friedrich öffnete ihn 1517 der Reichsstadt Nürnberg. Als weitere Besitzer folgten 1532 Anton Koberger, ein Sohn des bekannten gleichnamigen Buchdruckers und Verlegers, bei dem u.a. 1493 die Schedelsche Weltchronik herauskam, der aber noch im selben Jahr in Fischbach starb. 1535 erwarb der Humanist und Nürnberger Ratskonsulent Dr. Christoph II. Scheurl den Sitz für die Witwe seines 1531 ermordeten Bruders Albrecht. Seitdem befindet sich das Schloss im Besitz der Familie.
Der 1552 zerstörte „herrensytz“ wurde in der Folgezeit wieder instand gesetzt. 1603 erhielt Hans Christoph Scheurl (1562–1632) vom Waldamt die Erlaubnis, „das Haus bey seinem Zeidelgut neu erbauen und vergrössern“ zu dürfen, allerdings mit der Einschränkung, dass ein bestehender oder geplanter dritter Gaden „abgethan“ werden soll. Das Gebäude wurde damals „von grund und von stainen aufgebauet“ und zeigt über dem Nordportal die Wappen des Erbauers und seiner Gemahlin Katharina Haller von Hallerstein (mit irreführender Jahreszahl 1648). Nach leichten Schäden im 30-jährigen Krieg 1633 im Jahr 1650 in der alten Form wieder hergestellt, hat es sich bis heute nahezu unverändert erhalten, wie ein Vergleich mit der Ansicht auf einem Silberbecher von 1603 zeigt. Den Zugang bildet ein wohl 1729 errichtetes, zweigeschossiges Sandstein-Torhaus mit dem Scheurl-Wappen über dem Korbbogentor.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bayern/schloesser01/nuernberg28.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.4201, 11.1923