Pfarrkirche
Sabinenkloster
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Das Sabinenkloster war eine bedeutende geistliche Einrichtung in Prenzlau, einer Stadt in der Uckermark, Brandenburg. Gegründet im 13. Jahrhundert, diente es über mehrere Jahrhunderte als Nonnenkloster und prägte das religiöse und soziale Leben der Region, bevor es im Zuge der Reformation säkularisiert wurde.
Geschichte+
Die Gründung des Sabinenklosters erfolgte vermutlich zwischen 1235 und 1250 durch Herzog Barnim I. von Pommern, in unmittelbarer Nähe der Sabinenkirche, der ältesten Kirche Prenzlaus. Eine Urkunde aus dem Jahr 1250 belegt die Übergabe der vier Stadtkirchen – St. Marien, St. Nikolai, St. Jacobi und St. Sabini – als Patronat an die büßenden Schwestern vom Orden der seligen Maria Magdalena. Diese Schenkung wurde 1251 durch den brandenburgischen Landesherrn Johann I. bestätigt. Die Nonnen wurden in verschiedenen Dokumenten als Magdalenerinnen, Augustinerinnen, Benediktinerinnen und gelegentlich auch als Zisterzienserinnen bezeichnet, was auf eine wechselvolle Ordenszugehörigkeit hindeutet, möglicherweise im Zusammenhang mit der askanischen Übernahme Prenzlaus um 1250. Geleitet wurde der Konvent von einer Äbtissin, unterstützt von einer Priorin und weiteren Amtsträgerinnen. Ab dem 14. Jahrhundert erlangte das Kloster durch Schenkungen und Stiftungen umfangreiche Einkünfte aus umliegenden Dörfern und Mühlen. Die Säkularisation erfolgte 1543 während der Reformation, woraufhin das Klostergut ab 1559 als Rittergut verlehnt wurde. Die Sabinenkirche wurde zur Pfarrkirche umfunktioniert. Im 18. Jahrhundert dienten Teile der ehemaligen Klausurgebäude als Armenhäuser. Die Stadt Prenzlau erwarb das Rittergut Sabinenkloster schließlich im Jahr 1840.
Lage+
Der ehemalige Klosterkomplex befand sich am nördlichen Ufer des Unteruckersees, südlich der Sabinenkirche. Es lag in der kleineren Neustadt, die später als Berliner Vorstadt bekannt war, südwestlich der größeren Altstadt von Prenzlau in der Uckermark, Brandenburg.
Vor Ort+
Von den mittelalterlichen Klostergebäuden ist heute lediglich die Ostwand der St.-Sabinen-Kirche erhalten geblieben. Die Kirche selbst wurde nach Überschwemmungsschäden um 1803 fast vollständig neu errichtet und dient weiterhin als Pfarrkirche.
In der Naehe+
- Stadtbefestigung Prenzlau (Stadtbefestigung, 639 m)
- Gutshaus Louisenthal (Nordwestuckermark) (Herren- und Gutshaus, 6360 m)
- Gutshaus Bietikow (Herren- und Gutshaus, 7447 m)
- Herrenhaus Groß Sperrenwalde (Herren- und Gutshaus, 7719 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.3105, 13.8505