RuineWeinheim

Ruine Windeck

Ruine Windeck

Die Ruine kann besichtigt werden

Die Burg Windeck steht auf dem Schlossberg (220,5 m ü. NN) in Weinheim im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg.

Die heute nur als Ruine erhaltene Burg Windeck ist ein beliebtes Ausflugsziel, das sowohl mit dem Auto als auch über einen Fußwanderweg von Weinheim aus erreichbar ist. Der Aufstieg dauert für Ungeübte etwa eine halbe Stunde und führt dann weiter über die Wachenburg in die Berglandschaft des Naturparks Neckartal-Odenwald.

Die Vorgängerburg wurde um etwa 1110 zum Schutz der Besitzungen des Klosters Lorsch errichtet. Da der Schlossberg aber

zur Probstei Michelstadt gehörte, wurde die Burg 1114 zum ersten Mal zerstört. Die auf Resten des Vorgängerbaus nach 1125 bis um 1130 errichtete Burg wurde dann jedoch mit dem Ende der Selbständigkeit des Klosters Lorsch 1232 zum Zankapfel des Mainzer Erzbischofs und der Kurpfalz, die sich den Besitz des Klosters teilen sollten. Windeck kam zunächst an die Pfalzgrafschaft, unterlag dann aber mehreren Wechseln zwischen dem Erzbistum Mainz und den Pfalzgrafen, ehe diese 1264 (nach anderen Angaben 1344) endgültig in den Besitz der Burg kamen. Die Burg war nicht Lehensbesitz eines Adelsgeschlechtes, sondern nur durch Burgmänner gesichert und verwaltet. Die Orte Oberflockenbach, Steinklingen, Wünschmichelbach, Heiligkreuz, Rittenweier, Rippenweier (heute alle Stadtteile von Weinheim) und das Müll waren verpflichtet Burg und Besatzung zu unterhalten.

Auf dem Merian Stich von 1620 (1645 veröffentlicht) ist die Burg noch unversehrt und überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges leidlich, musste aber 1663 ausgebessert werden.

Das Ende der Burg kam mit dem Jahr 1674, als sie von den Franzosen unter General Turenne geplündert und zerstört wurde. Die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. machten die Burg damit als Verteidigungsanlage unbrauchbar. Sie galt in der Folge als unbewohnbar. Die Ruine diente nun den Weinheimer Bürgern als Steinbruch für den Wiederaufbau ihrer Häuser.

1803 ging Burg Windeck in den Besitz des badischen Staates über, der sie 1900 an den Grafen und Freiherren von Berckheim veräußerte (dem in Weinheim schon das Schloss gehörte). Graf von Berckheim ließ das Mauerwerk sichern und teilweise wiederherstellen. Seit 1978 befindet sie sich die Burg im Besitz der Stadt Weinheim, die inzwischen weitere umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchführte.

Anlage+

Von der Anlage des 12. Jahrhunderts ist kaum etwas erhalten. Die Burgruine (die meisten Teile vermutlich aus dem 14. Jahrhundert) ist ein kompaktes Gebäude mit Torhaus, dem 28m hohen Bergfried, wohl ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert (der ältere Bergfried wird mittig in der Anlage vermutet), ehemaligem Palas und einem Innenhof, in dem sich im Sommer ein Biergarten befindet. Im Fußboden des Bergfrieds befindet sich das Angstloch, der Eingang zum elf Meter tiefen Verlies.

Von der Spitze des Bergfrieds aus hat man eine schöne Aussicht auf die Wachenburg, die Stadt Weinheim, die Bergstraße und auf das Rheintal.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.5461, 8.6772