Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Weißwasserstelz

Die Burgruine Weisswasserstelz ist eine Burgruine auf einem hohen Hügel am rechten nördlichen Ufer des Rheins bei Hohentengen am Hochrhein im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg.
Die Hügelburg wurde im 12. Jahrhundert von dem reichenauischen Dienstmannengeschlecht von Wasserstelz erbaut. 1170 wird urkundlich ein Wernherus de Wasserstelce erwähnt. 1343 genehmigte Abt Eberhard von Reichenau als Lehensherr der Burg Wasserstelz und des dazugehörigen Hofes mitsamt dem Kirchensatz in Lienheim die Übertragung an Adelheid von Usenberg. 1347 verlieh Abt Eberhard die Burg Wasserstelz mit den dazugehörenden Besitzungen an Ulrich Winkelshain, der diese für 260 Mark Schaffhauser Maas gekauft hatte.
Die Burg war danach zeitweise im Besitz der Herren von Griessen, auch Griessheim genannt. Dies geht aus einer Urkunde aus dem Jahre 1373 hervor. Darin veranlasste der Ritter Hermann von Grießheim, dass sein Sohn der unter der Vormundschaft des Johann von Krenkingen stand, für ihn die Burg Wasserstelz vom Gotteshaus Reichenau zu Lehen bekam.
1451 ging die Burg als Lehen an Hans Heggenzi, später ging sie an das Hochstift Konstanz. 1639 im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg gesprengt und ist ab 1781 verfallen und diente lange Zeit als Steinbruch. Die Herren von Wasserstelz waren auch die Erbauer der Burg Rotwasserstelz und der Wasserburg Schwarzwasserstelz, die 1875 abgetragen wurde.
Beschreibung+
Kraus beschreibt die Burg in ihrem Zustand gegen ende des 19. Jahrhunderts wie folgt: "Die Umfassungsmauern der in beistehendem Grundriss (siehe Abb. 1) verzeichneten Ueberreste der Burg sind theilweise noch zwei Stockwerke hoch vorhanden. Das Mauerwerk ist roh ausgeführt bei unregelmässiger Verbandschichtung. An einzelnen Stellen sind Verblendsteine zur Anwendung gekommen, während sonst keine Reste von Steinhauerarbeit zu finden sind. Bei "a" (siehe Abb. 1) der Planzeichnung sind wenige Theile von verputzten Geläufen sichtbar. Weitere Aufdeckungen der Burg ergaben die profilierten Sockelsteine des Haupteingangsthores, von denen der rechts befindliche das Steinmetzzeichen ... trägt, und einige weitere Mauerzüge, von denen Fig. 43 (siehe Abb. 2) (Grundrissaufnahme II) ein Bild gibt. Der Bau war von geringem Umfang und noch nicht zur Vertheidigung gegen Feuergeschütze eingerichtet."
Die ehemalige Burganlage zeigt noch Reste eines Rundturms, eines Halbrundturms, einer Ringmauer, eines Küchenbaus und eines Bergfrieds.
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.5776, 8.4014