Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Oberense
Die ehemalige Burg Ober-Ense, auch Oberense oder Schloss Ense genannt, ist eine abgegangene Wasserburg am südlichen Ortsrand von Ober-Ense, einem Stadtteil von Korbach im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Von der ehemaligen Burganlage sind heute nur noch Reste von zwei Ecktürmen und der östlichen Mauer vorhanden.
Die Burg wurde 1350 erstmals als Lehen der Abtei Corvey an die Herren von Engern erwähnt. Von wem und wann sie erbaut wurde ist nicht eindeutig ermittelbar. Später kam sie dann in den Besitz der Herren von Padberg. Diese verpfändeten sie 1410 an den Kölner Erzbischof Friedrich von Köln. Die Grafen von Waldeck, Graf Heinrich IX. von Waldeck duldete keinen Besitz Kölns auf seinem Territorium und nach zahlreichen Fehden mussten die Padberger dann 1454 endgültig auf Ober-Ense (Oberense) verzichten, die Burg kam in seinen Besitz. Graf Heinrich übertrug diese dann Philipp von Grafschaft 1457 (1454) zu Lehen. In der Folgezeit wurde die Burg erneuert und um zwei Ecktürme verstärkt. 1521, nach dem Tod Phillips von Grafschaft erhoben die von Viermünden zwar Ansprüche auf die Burg, sie erhielten jedoch nur eine Abfindung. Mit dem Aussterben des Geschlechts von Grafschaft im Jahre 1572 fiel das Lehen an die Grafschaft Waldeck zurück. Graf Heinrich und seine Gemahlin Anna von Viermünden zu Nordenbeck machten Oberense zu ihren Wohnsitz.
Anfang des 17. Jahrhunderts, ab 1599, bewohnte dann Gräfin Magdalene Lucia von Waldeck (* 16. Februar 1561/62; † 10. April 1621), eine Tochter von Graf Wolrad II. von Waldeck bis zu ihrem Ableben die Burg. Sie nannte sich „Burgfräulein von Ober-Ensa“.
Zu Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Fürst Friedrich Anton Ulrich von Waldeck die inzwischen baufällig gewordenen Gebäude abbrechen. Die noch brauchbaren Steine wurden für den Bau des gräflichen Herrenhauses in Korbach verwendet.
Heutiger Zustand+
Von dem quadratischem Umriss der Burg ist noch ein etwa drei bis fünf Meter hoher Sockel erhalten. Ursprünglich war sie von einem Wassergraben umgeben, der im Osten noch erkennbar ist. Der Wassergraben wurde von oberhalb gelegenen Quellen gespeist. Von denen sich an der Ostseite befindlichen zwei Wehrtürmen finden sich ebenfalls noch geringe Reste. Die Reste des nördlichen Turms weisen noch Schießscharten auf. Erhalten ist auch ein Keller an der Nordwestseite, der vermutlich jedoch zu einer bereits 1505 erwähnten Mühle gehört haben könnte.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.2351, 8.8384