RuineNatternberg

Ruine Natternberg

Ruine Natternberg

Die Ruine kann besichtigt werden

Die Geschichte der Burg von Natternberg beginnt mit dem Jahr 1145 als Edelsitz eines Hartwig von Natternberg, der ein Angehöriger der Grafen von Bogen war. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts (1242) ging der Besitz an die Wittelsbacher über. Diese machten die Burg zum Sitz eines Pflegers. Hier wuchs der bayerische Herzog Heinrich der Natternberger auf und fand 21-jährig im Jahr 1333 hier auch den Tod. Die Wittelsbacher belehnten nun Peter von Egg mit dem Natternberg. Nachdem er in Ungnade gefallen war, wurde er 1337 ein Jahr lang belagert, bis er Natternberg an den Herzog zurückgab.

1430 erhielt Natternberg seine eigene Gerichtsbarkeit. Ein Gemälde von Hans Donauer dem Älteren von etwa 1590 im Münchner Antiquarium zeigt das damalige Aussehen der Burg. Im Dreißigjährigen Krieg sowie im Österreichischen Erbfolgekrieg wurde die Burg stark zerstört. 1802 wurde der Berg vom Bayerischen Staat verkauft. Neue Besitzer wurden die Grafen von Preysing auf Schloss Moos. 1836 verkauften sie die Burg an einen Baron Berger, der sie 1838 dem Wirt von Natternberg überließ. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarben die Preysing die Burg zurück. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg war die Burg wieder bewohnt und ihr letzter Bewohner baute sogar Wein an ("Natternberger Teufelskralle"). Berg und Burgruine mit ihrer hervorragenden Aussicht sind heute frei begehbar und liegen am Radwanderweg Via Danubia.

Legenden und Sagen

Über die Entstehung des Natternbergs in der Landschaft gibt es eine Legende, welche sich die Menschen im Landkreis Deggendorf seit Urzeiten erzählen.

Sie behauptet, dass der Teufel eines Tages zur Mittagszeit einen riesigen Fels in die Donau werfen wollte, um dadurch Deggendorf zu überschwemmen.

Doch als er die Glocken vom nahegelegenen Kloster Metten hörte, habe er diesen vor Schreck kurz vor der Donau einfach fallen lassen. Daraus sei dann der Natternberg entstanden.

Eine andere Sage bildet sich um den Grafen und die Gräfin von Natternberg. Diese sollen während ihrer Jagden die Felder der Umgebung böse verwüstet haben und zur Strafe sollen sie noch heute ruhlos herumgeistern.

Eine weitere Sage berichtet, dass Karl der Große im Jahr 791 bei seinem Zug gegen die Awaren eine Donau-Brücke zwischen Metten und dem vor dem Natternberg liegenden "Mettenufer" bauen ließ. Diese Brücke müsste ziemlich genau an der heutigen Stelle der Autobahnbrücke der A3 gelegen haben.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.8257, 12.9109