KlosterSatteldorf

Ruine Kloster Anhausen

Ruine Kloster Anhausen

Die Ruine kann besichtigt werden

Die Ruine Kloster Anhausen, gelegen in der Region Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg, zeugt von einem ehemaligen Pauliner-Eremitenkloster. Heute ist von der einstigen Anlage nur noch die markante Anhäuser Mauer erhalten, die als freistehendes Relikt die Geschichte des Ortes sichtbar macht.

Geschichte+

Die Ursprünge des Klosters reichen ins 14. Jahrhundert zurück, als 1344 erstmals eine Marienkapelle in Anhausen erwähnt wurde. Lupold von Bebenburg ließ diese 1357 erweitern, und ab 1359 siedelte sich ein Einsiedler bei der Kapelle an. Im Jahr 1403 erfolgte die Stiftung eines Klosters durch Hermann von Hornburg, seine Mutter Barbara von Merkingen und Konrad von Bebenburg, das den Pauliner Eremiten übergeben wurde. Diese Gründung wurde 1404 vom Würzburger Bischof und 1418 von Papst Martin V. bestätigt. Die Familie von Hornburg fungierte als Schutzherren und sicherte den Bestand des Klosters durch Schenkungen, später übernahmen die Bebenburger diese Rolle. 1445 brannte das Kloster nieder, wurde jedoch umgehend wieder aufgebaut. Mit der Einführung der Reformation durch die Markgrafen von Ansbach, die 1504 die Schutzherrschaft übernahmen, begann der Niedergang. 1528 wurde die Aufnahme von Novizen untersagt, und nach dem Tod des letzten Priors im Jahr 1557 wurde das Kloster aufgelöst.

Lage+

Die Ruine Kloster Anhausen befindet sich auf dem heutigen Gemeindegebiet von Satteldorf im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg, Deutschland. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 463 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Von der einstigen Klosteranlage ist heute primär die Anhäuser Mauer erhalten, eine rund 18 Meter hohe und 10 Meter lange freistehende Mauer. Diese stellt die Nordwand der ehemaligen Crailsheimer Kapelle dar. In die Mauer sind fünf Epitaphe der Herren von Bebenburg eingelassen, die unterschiedliche Erhaltungszustände aufweisen. Ein Schutzdach wurde 1925 über den Epitaphen angebracht, nachdem eine Figur durch Witterungseinflüsse herausbrach.

In der Naehe+
  • Schloss Gröningen (Schloss, 2159 m)
  • Schwesternsammlung Mistlau (Kloster, 2691 m)
  • Schloss Burleswagen (Schloss, 3187 m)
  • Schloss Hornberg (Schloss, 3687 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.2012, 10.0424