Die Ruine kann besichtigt werden
Ruine Iburg (Bad Driburg)

Die Iburg ist die Ruine einer Höhenburg im Eggegebirge bei Bad Driburg im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen. Sie hat ihre Anfänge in den Sachsenkriegen.
Die ganzjährig frei begehbare Burganlage ist zusammen mit dem dortigen Aussichtsturm Kaiser-Karls-Turm und dem Ausflugslokal Sachsenklause beliebtes Ausflugsziel.
Geographische Lage+
Die Ruine liegt im Mittelteil des Eggegebirges innerhalb des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge auf dem gleichnamigen Berg Iburg (), auch Iberg genannt, der als bewaldeter und schmaler Bergsporn ins östlich angrenzende Tal von Bad Driburg ragt. Deren Innenstadt befindet sich rund 1,1 km (Luftlinie) nordöstlich der Burg und etwa 1,4 km westsüdwestlich liegt mit der Hausheide () eine der höchsten Erhebungen des Eggegebirges.
Nordöstlich direkt an die Iburg grenzend steht der 1904 errichtete Kaiser-Karls-Turm (), von dem nach Osten eine weite Aussicht über Bad Driburg und Umgebung möglich ist und der aus dieser Richtung von weitem sichtbar ist, und daneben das 1925 eröffnete Ausflugslokal Sachsenklause.
Die Iburg geht zurück auf eine sächsische Fliehburg aus dem 8. Jahrhundert. Lokale Legenden wollen sie auch als Standort der Irminsul sehen. Neue Forschungen beziehen die Erwähnung des castrum Juberg in den Fränkischen Reichsannalen für das Jahr 753 auf die Iburg bei Bad Driburg, nicht auf Bad Iburg bei Osnabrück.
Die archäologischen Forschungen der Jahre 2000/2003 fanden im westlichen „Sachsenwall“ zwei Mauern aus Kalkstein, die der sächsischen und folgenden fränkischen Burgzeit zugeordnet werden. Nach außen war der Wall mit mächtigen, in den anstehenden Fels eingetieften Palisaden abgestützt.
Karl der Große ließ nach der Eroberung in der ehemals sächsischen Anlage eine Petrus-Kirche errichten, die ab 1231 Archidiakonatskirche war. Er schenkte die Burg 799 der Paderborner Kirche. Ab 1134 beherbergte sie kurzzeitig ein Benediktinerinnen-Kloster, bevor 1189 der Paderborner Bischof Bernhard II hier eine 180 mal 50 Meter große steinerne Ritterburg errichten ließ. Im 15. Jahrhundert verlor die Burg ihre Bedeutung und wurde schließlich 1444 durch Otto von Braunschweig zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Nach dem Aussterben der Ritter von Driburg erbte die Stadt Driburg die Burg und angrenzende Wälder.
Im Jahre 1900 wurden die Iburgruinen freigelegt und erstmals archäologisch untersucht. Seitdem wurden mehrmals Forschungsgrabungen und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Schautafeln erläutern die Befunde und die Geschichte.
Anlage+
Erhalten sind von der Iburg diverse Mauerreste und der Bergfried, die im 20. Jahrhundert teilweise saniert wurden. Erhalten ist zudem eine Wallanlage, auch „Sachsenmauer“ genannt, die eine Fläche von rund 4 Hektar umschließt.
Verkehrsanbindung+
Am Osthang des Bergs, etwa 80 m unterhalb der Iburg, verläuft im Abschnitt zwischen Herste, Bad Driburg und Buke in einer langgezogenen Kurve die Bundesstraße 64. Vom am Westrand der Stadt gelegenen Parkplatz (ca. ) am Iburgstadion führt ein 1,15 km langer Weg die B 64 tunnelnd bergauf zum neben der Ruine stehenden Kaiser-Karls-Turm. Der Wanderweg Eggeweg, der Teil von Hermannshöhenweg und Europäischem Fernwanderweg E1 ist und insbesondere auf dem Egge-Hauptkamm verläuft, führt etwa 600 m westlich an der Iburg vorbei.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.7302, 9.0041