BurgWattwil

Ruine Iberg

Ruine Iberg

Die Ruine kann besichtigt werden

Die Ruine Iberg, eine ehemalige Burg, thront auf einem Hügel in Wattwil im Kanton St. Gallen, Schweiz. Einst ein bedeutendes Verwaltungszentrum und Vogteisitz, bietet sie heute einen faszinierenden Einblick in die mittelalterliche Geschichte der Region.

Geschichte+

Die Burg Iberg wurde nach 1230 von den Herren von Iberg, Ministerialen der Fürstabtei St. Gallen, errichtet. Sie diente vermutlich als Verwaltungszentrum für die Ländereien und Rechte des Klosters rund um Wattwil. Der Name Iberg leitet sich wahrscheinlich von einem Flurnamen ab, der „Eibenberg“ bedeutete. Im Jahr 1249 eroberte Graf Kraft I. von Toggenburg die Burg während eines Konflikts mit der Fürstabtei, musste sie jedoch 1255 zurückgeben. 1290 wurde Iberg erneut belagert und erobert, diesmal von Konrad von Gundelfingen, fiel aber 1292 wieder an den St. Galler Abt zurück. Während der Appenzellerkriege im Jahr 1405 wurde die Burg von den Appenzellern zerstört, jedoch nach 1408 als Vogteisitz wiederaufgebaut. Ab 1468, als die Grafschaft Toggenburg zur Fürstabtei St. Gallen gehörte, residierte der St. Galler Landvogt zeitweise auf Iberg. Im Dreißigjährigen Krieg dienten die Keller der Burg als Lager für Kirchenschätze. 1710 besetzten aufständische Toggenburger die Anlage, die nach dem Toggenburgerkrieg 1718 entfestigt und in ein Wirtshaus umgewandelt wurde. Nach der Aufhebung der Fürstabtei im Jahr 1805 ging Iberg in Privatbesitz über. Bis 1835 wurde die Burg bewohnt, bis ein Fabrikant aus Ärger über eine abgelehnte Idee, ein Armenhaus einzurichten, die Dächer abbrechen und Baumaterialien abtransportieren ließ, was den Verfall stark beschleunigte. 1883 ging die Ruine in den Besitz der Gemeinde Wattwil über, die zwischen 1902 und 1903 den Bergfried restaurierte und Teile der Anlage als Ausflugsziel sicherte. Die letzte Erneuerung erfolgte 1965.

Lage+

Die Ruine Iberg befindet sich auf etwa 709 Metern über dem Meeresspiegel südwestlich von Wattwil im Toggenburg, Kanton St. Gallen, Schweiz.

Vor Ort+

Die Ruine Iberg ist heute für Besucher zugänglich. Der Burghügel war einst auf drei Seiten durch einen Ringgraben und Wälle geschützt, während die Südseite steil zum Hagbachtobel abfällt. Die Burganlage, umgeben von einer Ringmauer, umfasst einen Bergfried mit sechs Stockwerken, dessen Mauern 1,6 Meter dick sind. Der ursprüngliche Hocheingang auf der Südostseite, etwa 6 Meter über dem Hof, wurde durch einen ebenerdigen Zugang mit rekonstruiertem Treppenhaus ersetzt. Teile der Ringmauer und das Burgtor wurden ebenfalls restauriert.

In der Nähe+
  • Ruine Bibiton (Kaltbrunn) (Burg), ca. 11.2 km entfernt
  • Ruine Uznaberg (Uznach) (Burg), ca. 11.3 km entfernt
  • Schloss Grynau (Tuggen) (Schloss), ca. 12.2 km entfernt
  • Schloss Hirzen (Schmerikon) (Schloss), ca. 13.0 km entfernt

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.2974, 9.0798