BurgGrenchen

Ruine Grenchen

Ruine Grenchen

Die Ruine kann besichtigt werden

Um 1000 wird die Burg mit Wallanlage und einem Holzbau errichtet. Die Burg gehört zu den frühen Rodungsburgen im Jura. 1131 werden die Herren von Grenchen erstmals erwähnt (Kuno von Grenchen). Sie gehören als Edelfreie dem hohen Adel an und haben ihre Blütezeit im 12. Jahrhundert. 1150 wurde an der Stelle des Holzbaues eine Steinburg mit einem mächtigen Wohnturm und mehreren Anbauten errichtet. Die Anlage besteht aus zwei Burgen - die Hauptburg hier auf der Schlossfluh und die Untere Burg auf der Hofacherfluh. Um 1200 wurde die Burg vergrössert - ein Backofen wird eingebaut. 1225 stirbt Berta II von Grenchen - der Strassberger Zweig des Hauses Nidau erbt später die Burg und die Herrschaft von Grenchen. 1309 hatte eine Erbgüterteilung der Strassberger zur Folge, dass die Burg zum heutigen Gemeindegebiet von Bettlach geschlagen wird. Die Burg ist bis ins frühe 14. Jahrhundert bewohnt. 1583 wird in Grenchen ein Gefängnisturm gebaut. Der Solothurner Rat gibt die Ruine der Burg für diesen Zweck als Steinbruch frei.

1930 entdeckt German Leimer (1906-2002) von Bettlach auf der Burg einen Münzschatz aus dem 14. Jahrhundert. Der Fund enthält 300 Silberschrötlinge (Vorfabrikate für Münzen), einige Münzen, einen kleinen Silberbarren und einen Eisenbarren - ein Fund von internationaler wissenschaftlicher Bedeutung. 1959 u. 1961 veranlasst die Museumsgesellschaft Grenchen die archäologische Untersuchung der Burg. Grabungsleiter ist Werner Meyer, Basel. Das Gemäuer der Ruine wird nach den Ausgrabungen restauriert und konserviert. Die Funde dieser Grabungen und ein Modell der Burg sind im Kultur-Historischen Museum Grenchen ausgestellt. 2001 führen der Historische Verein Bettlach und die Museumsgesellschaft Grenchen einen "Aktionstag Burg Grenchen - Bettleschloss" durch. Die Ruine wird von der wuchernden Vegetation befreit, die Mauern werden repariert und der Burgzugang wird erneuert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.2191, 7.4036