RuineFürth am Berg

Ruine Fürth am Berg

Ruine Fürth am Berg

Die Ruine kann besichtigt werden

Die 1317 ersterwähnte Burg Fürth am Berg diente bis 1660 als Schutz- und Amtsburg. Sie stand oberhalb des Ortes Fürth am Berg, einem Stadtteil von Neustadt bei Coburg im Landkreis Coburg in Regierungsbezirk Oberfranken. Nach dreihundert Jahren Verfall wurden ihre Ruinenreste 1960 gesprengt.

Die Burg lag auf einem nach Südosten weisenden Sporn des Fürther Berges zwischen den beiden Neustadter Stadtteilen Horb und Fürth am Berg, 1700 Meter von der thüringisch-bayerischen Grenze entfernt. Von ihrem exponierten Standort aus konnte man sowohl die alte Handelsstraße Nürnberg-Leipzig mit einer Furt durch das Flüsschen Steinach, als auch die Landstraße Neustadt-Mitwitz gut überblicken. Der Zugang zum Bergsporn und den Resten der Burg geschieht über den Burgweg in Fürth am Berg.

Die Schutz- und Amtsburg über Fürth am Berg wurde 1317 als Feste Furttenberg erstmals urkundlich erwähnt. Bamberger Bischöfe, unter deren Lehenshoheit die Burg stand, setzten Amtmänner aus der fränkischen und thüringischen Ritterschaft ein, um Gericht zu halten, Zehnt und Geleitzoll einzutreiben und Frondienste zu verlangen. So kamen vorwiegend Burgherren aus alten fränkischen Adelsgeschlechtern auf die Burg, unter anderen ab 1359 Berthold Schenk von Siemau, 1383 und 1601 die Herren von Schaumberg und ab 1502 die Herren von Rosenau. 1590 bis 1601 saßen die Herren von Brandenstein auf der Burg, im Wechsel mit den Herren von Würtzburg, die gleichzeitig auch im Besitz des Mitwitzer Lehens mit seinen zwei Schlössern waren.

Zuletzt bewohnte die Nürnberger Familie Pömer von Diepoltsdorf die Burg, bis sie 1660 hinunter ins Dorf auf ein Rittergut zog, das ebenfalls den Bamberger Bischöfen gehörte. Nun war die Burg unbewohnt und verfiel allmählich. 1740 gab der Bamberger Bischof den Amtssitz auf und ließ den Grundbesitz des Rittergutes in Parzellen aufteilen und an die Dorfbewohner verkaufen. Letztere benutzten die Burgruine als billigen Steinbruch. Um 1850 verbot die Coburger Regierung schließlich die Entnahme von Baumaterial.

So waren bis 1960 noch beachtliche Mauerreste der Burg erhalten, wie eine Federzeichnung von Max Schneider zeigt. Diese wurden 1960 durch Sprengung niedergelegt und überwucherten in den folgenden Jahrzehnten.

Erste Bemühungen, den Burgsporn von Schutt und wildem Bewuchs zu befreien und die Ruine als Kulturgut zu sichern, unternahm 1964 bis 1967 Richard Gerlicher aus Fürth. 1980 wurde die Ruine als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. 1989 gründete sich der Förderkreis Fürther Burg e.V. Inzwischen sind das Burggelände und darin ein gut erhaltenes Kellergewölbe wieder begehbar.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.2790, 11.1511