BurgSaint Triphon

Ruine Château Saint Triphon

Ruine Château Saint Triphon

Die Ruine kann besichtigt werden

So bedeutend sich die Anlage von St.-Triphon in ihrer Gesamtheit darbietet, so dürftig sind die Spuren, welche die Burg in der schriftlichen Überlieferung hinterlassen hat. Die erst im 13. Jahrhundert einsetzenden urkundlichen Nachrichten bestätigen, der Felsen von St.-Triphon habe schon zur Zeit der Könige von Hochburgund eine grosse Wehranlage getragen, in welcher dann im 11. oder 12. Jahrhundert das Haus Savoyen die eigentliche Hauptburg errichtet habe. Der mächtige Turm ist aufgrund seiner Bauweise wohl ins 12. Jahrhundert zu datieren.

Vor 1200 werden die Herren von St.-Triphon genannte. In welchem Verhältnis sie zum Hause Savoyen stand, ist nicht bekannt. Gewiss ist, dass die Burganlage von St.-Triphon ihre große Zeit in der überlieferungsarmen Epoche des 11. und 12. Jahrhunderts hatte und sie ihre Bedeutung im 13. Jahrhundert bereits einbüsste. Nur so lässt sich die Tatsache erklären, dass um 1232 Thomas von Savoyen die Burg tauschweise als Lehen dem Guy von Saillon überliess, der dem Grafen dafür seine für Savoyen offenbar wichtigeren Rechte zu Saillon abtrat.

In der Folgezeit sassen die Herren von Saillon bzw. die mit ihren stammverwandten Herren von Pontverre als savoyische Casallen auf St.-Triphon.

Im 14. Jahrhundert wechselte das Lehen mehrmals den Inhaber, bis es 1341 zunächst an die in savoyischen Diensten stehende lombardische Bankiersfamilie Thome und 1367 an die Rovéréaz fiel.

Im 15. Jahrhundert begann sich die Herrschaft aufzulösen, doch konnten die Rovéréaz den Hauptteil ihrer Güter und Rechte um 1530 wieder zusammenfügen. Den Grundbesitz vermochten sie bis 1798 zu behaupten, während die Hoheitsrechte im Anschluss an die Burgunderkriege von den Bernern, die sich der savoyischen Herrschaft Aigle bemächtigt hatten, übernommen und zum Mandement Ollon geschlagen wurden.

Die Burgunderkriege hatten auch der Burg St.-Triphon den Untergang gebracht, als die Walliser 1475 einen Einfall in das savoyische untere Rhonetal unternahmen und eine Reihe von Burgen zerstörten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

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Lage: 46.2949, 6.9755