RuineNeuburg an der Donau

Ruine Alte Burg Neuburg

Ruine Alte Burg Neuburg

Die Ruine kann besichtigt werden

Die Alte Burg ist eine hochmittelalterliche Burgruine etwa zwei Kilometer westlich des oberbayerischen Neuburg an der Donau im Landkreises Neuburg-Schrobenhausen in Oberbayern. Etwa 300 Meter südöstlich der Ruine sind im Gelände die Erdwerke eines römischen Burgus erkennbar.

Die Burg wurde wahrscheinlich gegen Ende des 10. Jahrhunderts errichtet. Auf diese erste Wehranlage geht der eindrucksvolle Halsgraben zurück, der später teilweise ausgemauert wurde. 1007 wird in einer Urkunde Heinrichs II. eine Kemenate seiner Burg „Nouumburg“ genannt. Diese Neuburg ist wahrscheinlich die Alte Burg, die diesen Namen erst später zur Unterscheidung von der Siedlung auf dem Stadtberg und dem Schloss erhielt. 1197 vergab Heinrich VI. das Amt Neuburg mit der Burg als Lehen an seinen Marschall Heinrich von Kalden (Pappenheim), dessen Geschlecht wohl schon vorher die Burggrafen von Neuburg stellte. Während der "Meraner Fehde" (1246/47) eroberten die Wittelsbacher die Veste, die 1386 erneut im Krieg Bayerns gegen den Rheinbund zerstört wurde. Die Burg wurde danach nicht mehr aufgebaut. Ab 1597 beutete man die Ruine als Steinbruch für den Neubau des Turmes der Hofkirche aus. 1818 kam die Alte Burg als Geschenk des bayerischen Königs an die Stadt Neuburg, die sich im Gegenzug zur Erhaltung des Baudenkmales verpflichten musste.

Beschreibung+

Von der Burganlage haben sich noch Mauerreste und der tiefe Halsgraben erhalten. Die Burgstelle wird durch einen – bis zu 15 Meter tiefen – bogenförmigen Halsgraben vom Vorgelände getrennt, der von einem Randwall umlaufen wird. Dieser Graben geht sicherlich auf die Vorgängerburg des 10. Jahrhunderts zurück. Dem Randwall ist noch ein breiter, seichter Außengraben vorgelagert, der sich am Steilhang auf halber Höhe als Berme fortsetzt. Im Westen endet die Berme allerdings heute am Steilabbruch einer großen Materialgrube. Solche doppelten Grabensysteme mit Hanggräben und Bermen sind typisch für Wehranlagen ungarn- und nachungarnzeitlicher Zeitstellung.

Das ovale, etwa 100 x 50 Meter große Burgplateau wird im Westen von den hohen Außenwänden der Hauptgebäude schildmauerartig überragt. Auf der Innenseite sind zahlreiche Balkenlöcher der ehemaligen Geschosseinteilung sichtbar. Die Öffnungen auf der Außenseite sind allerdings Rüstlöcher. In diese Aussparungen wurden beim Bau Balken geschoben, die als Gerüstträger dienten.

Zwei große und einige kleinere (teilweise zugesetzte) Fensteröffnungen durchbrechen das Mauerwerk, das – wie die übrigen Burgreste – allerdings stark restauriert wurde. Von den Zwischenwänden sind nur die Fundamente geblieben.

Nördlich lag der quadratische Bergfried über dem Graben, die wenigen Mauerreste wurden wieder etwa einen halben Meter hoch aufgemauert. Von den nordwestlichen Nebengebäuden künden noch die Kellergeschosse. Der Bestand wurde allerdings durch die Konservierungsmaßnahmen stark verändert.

Im Norden und Osten wird die Kernburg von einer breiten Terrasse zwingerartig umlaufen. Von der Ummauerung sind nur noch geringe Reste zu sehen, im Osten lag eine nach innen offene Bastion oder Toranlage. Hier haben sich noch einige wenige Buckelquader mit Randschlag erhalten.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.7303, 11.1425