Die Reste des römischen Kastells können besichtigt werden
Römisches Kastell Heidenstock

Das Kleinkastell Heidenstock war ein römisches Militärlager am Obergermanisch-Rätischen Limes auf seinem Streckenabschnitt 3 (Taunus, zwischen Wachtposten 55 und Wachtposten 60 (mutmaßlich etwa bei 58, nicht erhalten)). Das Kastell liegt rund 5 km von der Saalburg entfernt bei Arnoldshain, auf dem Gemeindegebiet von Schmitten, im hessischen Hochtaunuskreis.
Es liegt heute, nur zu Fuß erreichbar, an einem Taunus-Rundwanderweg vom Sandplacken entlang am Klingenkopf, auf dem es ein weiteres Kleinkastell gibt. Es ist von dichtem Fichtenwald umgeben.
Kastell+
Erhalten sind nur die Grundmauern der Steinumwehrung (Quarzitbruchstücke). Obwohl stark zerfallen, ist sie dennoch erkennbar. Das Kastell hatte nur ein Tor, und zwar im Norden. Vom Pfahlgraben davor waren im 19. Jahrhundert noch Relikte erkennbar, was heute nicht mehr der Fall ist. Nachforschungen haben ergeben, dass eine Feuerstelle vorhanden war, weil große Mengen mit Lehm vermischten Brandschutts gefunden wurden.
Historiker gehen davon aus, dass die Besatzung aus einem kleineren Wachkommando (ca. 20 Mann) bestand, das von den beiden größeren Kastellen Kleiner Feldberg und Saalburg abkommandiert wurde.
Die Ruinen wurden 1892 von Louis Jacobi ausgegraben. Im Frühjahr 2009 wurde die Anlage saniert. Hierbei wurde ein Teil der erhaltenen Mauerstümpfe vorsichtig wieder stabilisiert, um sie vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Der Rest der Mauerreste ist weiterhin unter Erdwällen geschützt.
Namen+
Der römische Originalname ist unbekannt. Der heutige Name Heidenstock verweist auf die Annahme der örtlichen Bevölkerung, es handele sich um eine Zollstation (Zollstock), der heidnischen Römer. Auch wenn das Kastell abgelegen liegt, kreuzte in der Nachbarschaft der Metzgerpfad Limes und Taunushauptkamm. Es handelte sich um einen Nebenweg zwischen Usinger Land und dem Vordertaunus. Daher die Vorstellung eines Zollhauses. In der älteren Limesliteratur wird auch der Name "Kastell am Einsiedler" genannt. Die Limeskommission entschied sich jedoch für die Bezeichnung Heidenstock.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kleinkastell_Heidenstock_4.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.2538, 8.5129