Antike BautenOsterburken

Römischer Wachturm 8/25

Für dieses Objekt fehlt ein Foto. Melde dich an, um eins beizusteuern.

Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden



Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.

Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.

Wachturm 8/25+

Der bereits 1880 von Christ angegrabene, 4,65 × 4,65 Meter große Steinturm wurde erst durch Schumacher vollständig untersucht. Das 17,10 Meter hinter der Palisade errichtete Bauwerk war damals noch in einem sehr guten Zustand erhalten. Sein Mauerwerk besaß noch eine Höhe von 0,60 bis einem Meter. Im Gegensatz zu den meisten anderen Türmen der Strecke war dieses Bauwerk im Inneren noch nicht zerwühlt worden. So konnte Schumacher die Schichtungen noch deutlich erkennen. Über dem ursprünglichen Lehmboden konnte im gesamten Turminneren eine 0,30 Meter dicke Brandschicht festgestellt werden, über der eine 15 cm starke Schicht aus Lehm, vermischt mit kleineren Steinen und Abfällen, folgte. Das endgültige Ende des Bauwerks bezeugte eine erneute, 0,30 Meter starke Brandschicht, über der Bautrümmer, Mauersteine, Mörtelbrocken und zahlreiche Fachlehmstücke mit Rutenabdrücken lagen. Dachziegel oder Steinschieferplättchen konnten nicht entdeckt werden, was möglicherweise auf eine Holzschindeldeckung des Turmes hinweist. Aus der älteren Brandschicht wurde eine Münze aus der Regierungszeit des Kaisers Commodus (180–192), eine Pelta-Fibel und ein bronzenes Ortband, Teil eines Schwertes, geborgen. An der Nordseite des Baues fand sich in einer Entfernung von 1,50 Metern ein Zaungräbchen und 2,70 Meter entfernt ein umlaufender Schutzgraben. Drei im Abstand von 1,30 Metern vor dem Turm liegende Pfostengruben bezog Schumacher auf einen älteren Holzturm, der zuvor hier gestanden haben könnte. Der Turm, der bereits von Schumacher konserviert wurde, ist bei der 2005 erfolgten Neukonservierung ohne Beteiligung der Denkmalpflege vollständig abgetragen und erneut aufgebaut worden.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.4505, 9.4234