Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden
Römischer Wachturm 8/1
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Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Wachturm 8/1+
Der quadratische, 5 × 5 Meter große Steinturm mit seinen 70 Meter starken Mauern, wurde in den 1870er Jahren durch den Oberförster Hof teilweise ergraben und 1892 von Conrady vollständig untersucht. Es stellte sich heraus, dass sich das sauber ausgeführte Mauerwerk nur an der Nord- und Westseite erhalten hatte. Nördlich von Wp 8/1 konnte auch der Limesgraben sowie die Palisade nachgewiesen werden.
1970 erfolgte eine Neuaufgedeckung, zeichnerische Aufnahme und anschließende Konservierung. Die Angaben Conradys bestätigten sich dabei teilweise. Die Nordost- und Südwestecke waren vollkommen zerstört, die übrigen Mauerreste durchschnittlich 0,30, im Süden noch 0,50 Meter hoch erhalten. Das aufgehende, 0,75 bis 0,80 Meter breite Mauerwerk bestand aus doppelschalig aufgebauten Muschelkalkbruchsteinen mit Mörtelresten. Die Mauerschalenquader waren recht gleichmäßig und kleinformatig ausgeführt. Die Seitenlänge des quadratischen Bauwerks betrug außen 5,20 × 5,20 Meter. In diesem Zuge der Konservierung fand eine Aufmauerung von vier bis fünf Lagen über dem Originalbefund statt. Der Limesgraben konnte in diesem Bereich archäologisch nicht erfasst werden.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.5410, 9.3895