Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden
Römischer Wachturm 7/33
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Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Wachturm 7/33+
Zur Zeit Conradys war der auf einer flachen, die Umgebung dominierenden Anhöhe errichtete Turm noch als flacher Schutthügel erkennbar. Der Turm besaß bei der damaligen Grabung eine Größe von 4,45 × 4,30 Metern, seine Mauern waren 0,85 Metern breit. Der Forscher stellte bei seiner Aufgrabung noch geringe Mörtelspuren und wenige Keramikscherbenfragmente fest. Der Turm lag rund 17 bis 18 Meter hiner der Limespalisade. Aufgrund der Befundlage wird im ORL erwähnt, dass die Palisade am Turm unterbrochen gewesen sein könnte.
Während der im Oktober 1969 durchgeführten Konservierungsarbeiten fanden sich als Hinterlassenschaften der einstigen Turmbesatzung noch etliche Keramikscherben. Daraus ließen sich drei Becher, acht Töpfe zwei Deckel, ein Napf, eine Schüssel, fünf Reibschüsseln, zwei Teller, zwei verschieden große Krüge sowie eine Amphore rekonstruieren. Diese Funde kamen in das Badische Landesmuseum. Im Herbst 1971 setzte das Staatliche Forstamt Walldürn einen Artillerie-Messtrupp der Bundeswehr ein, um an mehreren Stellen mit Hilfe von Suchgräben zwischen Wp 7/33 und Wp 7/35 Wall, Graben und Palisade nachzuweisen. Zudem sollten die Soldaten den mutmaßlichen Standort von Wp 7/34 überprüfen. Bei diesen Arbeiten fand sich rund 10 bis 20 Meter nördlich von Wp 7/33 ein römischer Werkplatz mit Absprenglingen und drei profilierten Werksteinfragmente aus rotem Sandstein. Hier waren offensichtlich Steine zum Turmbau zurechtgehauen worden. Zwei der Werksteine trugen noch geringe Reste von nicht mehr entzifferbaren Inschriften. Möglicherweise waren sie als Spolien hierher geschafft worden, um sekundär vermauert zu werden. Die Gesamtausdehung des Platzes blieb unbekannt. Die gesuchte Palisade mit inkohlten Hölzern zeigte 1971 sich in mehreren Schnitten als sehr gut erhalten. Wie bereits die RLK bei Wp 7/25 festgestellt hatte, war auch in diesem Bereich die Limespalissade nicht mit Steinen verkeilt, sondern zwischen parallel sitzenden Holzbalken gesetzt worden. Diese Balken hatten die Römer – jeweils drei übereinander – horizontal entlang der Palisade verlegt. Der Turm wurde 1969 auf drei Lagen aufgemauert; das umlaufende Gräbchen ausgehoben.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.5989, 9.3738