Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden
Römischer Wachturm 7/24
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Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Wachturm 7/24+
Der damals noch große Schutthügel wurde 1880 und 1897 durch Conrady untersucht. 1880 konnte ein quadratisches 4,30 × 4,30 Meter großer Steinturm mit 0,80 bis 0,90 Meter starken Wänden ermittelt werden, die noch sechs bis acht Lagen hoch erhalten waren. Zwei dieser Lagen waren als Opus spicatum (Fischgrätmuster) ausgeführt. Als der Forscher 1897 in dem Bauwerk erneut grub, waren offensichtlich bereits Steinräuber am Werk gewesen. Es ließen sich nur noch drei bis vier Schichten feststellen. Die Aufmerksamkeit galt damals eventuellen Pfostengruben eines älteren Vorgängerbauwerks. Doch auch hier konnte dazu nichts gefunden werden. Das Turmfundament stand unmittelbar auf dem gewachsenen Boden, in seiner Nordecke fand Conrady eine gut erhaltene Lanzenspitze. 1899 wurde der Palisadengraben nordöstlich des Turms in einem Abstand von 17,60 Metern überprüft – vom Graben zeigte sich keine Spur –, der antike Begleitweg lag zwischen diesen beiden Limesbauten und war 12,50 Meter vom Turm entfernt. Seine Ränder waren mit großen Randsteinen begrenzt, die Stickung bestand aus aufrecht gestellten Steinen. Heute lassen sich hier nur noch verstreute Steintrümmer feststellen, die um einen eingetrichterten, 0,9 Meter hohen Schutthügel liegen.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.6274, 9.3400