Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden
Römischer Wachturm 3/55
Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Schon bei Rossel und Cohausen dokumentierte Turmstelle eines Holz- und eines Steinturms, die 1894 von der Kommission unter Jacobi untersucht worden sind.
Der Holzturm war von einem 1,2 m tiefen, 12 m durchmessenden Graben und einem acht Meter breiten Wall ringförmig umgeben. Im Zentrum der Anlage zeigten sich vier große, 1,2 m tief in den anstehenden Fels gebrochene Pfostengruben, die ein leicht unregelmäßiges Viereck von 4,5 m bis 5,0 m Seitenlänge bildeten. Die Limesmauer durchschnitt die nördliche Hälfte der Holzturmstelle, während die Palisade im weiten Bogen um den Turm herum führte.
Der Steinturm befand sich etwa 22 m südöstlich des Holzturms. Er besaß einen quadratischen Grundriss von 5,6 m Seitenlänge. Auf der Ostseite besaß das aufgehende Mauerwerk bis zu einer Höhe von etwa 1,4 m eine Mächtigkeit von 90 cm bis 95 cm. Dann versprang es sowohl an der Außen-, als auch an der Innenseite und verjüngte sich dadurch auf eine Stärke von 65 cm bis 75 cm. Auf allen anderen Seiten des Turmes hingegen verjüngte sich die Mauer bis zu einer festgestellten Resthöhe von maximal zwei Metern nicht. Stellenweise konnte auf der Außenseite des Turmes noch der weiße, mit roten Scheinfugen bemalte Verputz festgestellt werden. An der Nordseite befand sich – 25 cm über dem gestampften Fußboden des Inneren – ein 75 cm breiter Eingang. Die Entfernung des Turms zur Limesmauer betrug 21 m, vom Palisadengraben war er 32 m weit entfernt.
Die Lage der Turmstelle war optimal gewählt. Die Aussicht reichte von dort aus bis in den „Stannheimer Grund“ und das obere „Erlenbachtal“.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ringwall_Altk%C3%B6nig_%2B_kk_jagdhaus_%2B_museum_hofheim_099.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.2483, 8.5032