Antike BautenNassau-Pohl

Römischer Wachturm 2/25

Römischer Wachturm 2/25

Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden



Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.

Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.

Wachturm 2/25+

Noch heute im Gelände wahrnehmbare Turmstelle mit zwei Holztürmen und einem Steinturm.

Der quadratische Steinturm hatte bei einer Seitenlänge von annähernd 5,50 m eine Mauerstärke von nur 80 cm. In etwa zwei Metern Abstand war der Turm von einem ebenfalls nahezu quadratisch verlaufenden flachen Graben umgeben, der stellenweise mit großen Mengen Brandschutt, Hüttenlehm und Schieferplatten verfüllt war. In der westlichen Ecke des Turms befand sich eine 75 cm breite, 1,40 m lange und 2,40 m tiefe Grube unbekannter Bestimmung. Sie war mit dem Bauschutt des Turmes angefüllt. Unmittelbar vor der Steinturmstelle waren Limeswall und großer Graben unterbrochen. Die Grundmauern des Steinturms sind konserviert.

Die beiden Holztürme befanden sich auf einer rund 8,80 m durchmessenden, kreisrunden Plattform. Die Pfosten des inneren Turms wiesen auf einen quadratischen Grundriss von 2,30 m Seitenlänge hin, die des äußeren Turms sprachen für eine Seitenlänge von rund fünf Metern. Die Holztürme waren von Ringgräben umgeben. Der innere Ringgraben besaß einen Durchmesser von etwa 11,40 m (Sohle-Sohle), der äußere von 19,5 m. Beide Gräben wiesen an der Nordostseite eine Unterbrechung auf. Der innere Graben war zum Teil mit großen Mengen Brandschutt, Keramikscherben und Holzkohle verfüllt, der Boden durch Hitzeeinwirkung rötlich verziegelt.

Die Limespalisade passierte die Holzturmstelle in rund 15 m Abstand. Sie schneidet dabei die südwestliche Böschung eines vorgeschichtlichen Grabhügels.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Frank Winkelmann / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.2440, 7.8762