Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden
Römischer Wachturm 12/11
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Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.
Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.
Der Limeswanderweg führt zunächst nach links und dann teilweise steil bergauf. Nach ca. 1 km erreicht man dann die Anhöhe mit den restaurierten Grundmauern des WP 12/11 mit der quadratischen Grundfläche von 4,5 x 4,5 m nördlich der Götzenmühle.
Die Stärke der Mauer schwankt zwischen 0,95 und 1,1 m. Starke Brandschichten, die im Innern gefunden wurden, deuten auf eine Zerstörung des Turmes durch ein Schadenfeuer hin.
1877 wurden die erhaltenen Turmfundamente freigelegt. Weitere Grabungen erfolgten 1885 und 1887. Damals war das Mauerwerk noch 1,60 m hoch erhalten. Weil bei diesen Untersuchungen kein Türeingang festgestellt werden konnte, ist diese Turmstelle ein deutlicher Beweis dafür, dass der Zugang zu den Türmen im ersten Stockwerk lag.
In römischer Zeit muss von dieser höchsten Erhebung des "Eberrainwasens" eine ausgezeichnete Fernsicht bestanden haben, da der Wald im Bereich der Grenzlinie völlig gerodet war.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.8116, 9.6909