Antike BautenHillscheid

Römischer Wachturm 1/71

Römischer Wachturm 1/71

Die Reste des römischen Wachturms können besichtigt werden



Der Obergermanisch-Raetische Limes ist mit einer Länge 550 km, von Eining bei Regensburg bis Rheinbrohl am Rhein, das größte Bodendenkmal in Deutschland und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Mit Limes (lat. Grenzweg/-wall) werden dabei die Grenzanlagen des römischen Imperiums bezeichnet, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet wurden.

Diese Grenze wurde durch mehr als 900 Türme überwacht, die in der Entstehungsphase etwa ab 80 n. Chr. in Holzbauweise errichtet wurden. Es folgten Steintürme, die ab 150 n. Chr. verputzt wurden. Durch Ausgrabungen ist bekannt, dass der weiße Verputz oft eingerissene Fugen aufwies, die in Terrakotta ausgemalt waren. Dadurch entstand der Eindruck eines schönen Quadermauerwerks.

Wachturm 1/71

Konservierte und teilrekonstruierte Fundamente eines quadratischen Steinturms mit 5,60 m Seitenlänge und einer Mauerstärke von 100 cm. Das Erdgeschoss verfügte über einen Estrichfußboden. Auf dem Boden befand sich zum Zeitpunkt der Freilegung (1894) eine 40 cm mächtige, mit einigem Fundmaterial angefüllte Brandschicht, die auf eine gewaltsame Zerstörung des Turmes hindeutet. Unterhalb des Steinturms konnte die Pfostensetzung eines älteren Holzturms sowie dessen flacher Ringgraben nachgewiesen werden. Die Turmstelle befindet sich rund 22 m hinter dem Wallgraben des Limes, zwischen diesem und der Nordecke des Kleinkastells Hillscheid.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Hillscheid_6.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.4113, 7.7101