Antike BautenVerőce

Römischer Burgus Verőcemaros-Dunamező

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Die Reste des römischen Kastells können besichtigt werden

Der Römische Burgus Verőcemaros-Dunamező ist ein ehemaliges römisches Militärlager, das als spätantiker Ländeburgus diente. Seine Aufgabe war die Überwachung eines Donauübergangs am pannonischen Limes im Gebiet des Barbaricums. Die ausgegrabene und restaurierte Anlage befindet sich am Nordufer der Donau bei Verőce, einem Ortsteil von Verőcemaros in der Flur Dunamező im Komitat Pest, Nordungarn.

Geschichte+

Die kleine Befestigung, auch unter den Namen Nógrádverőce oder Verőce bekannt, wurde im Barbaricum am Nordufer der Donau errichtet. Gegenüber lag auf der Insel Szentendrei ein weiterer Burgus oder eine Lände. Die Anlage ermöglichte die Überwachung der engmaschigen Wachturmkette am Donausüdufer und die Weitergabe von Alarmen. Als Brückenkopf am Scheitelpunkt des Donauknicks konnte sie Angreifer, die das Wallsystem des Limes Sarmatiae durchbrechen wollten, in den Rücken fallen. Die Ausgrabungen von István Paulovics im Jahr 1934 legten ein rechteckiges Zentralgebäude von 18 x 23 Metern frei, das als Wohn- und Wachturm diente. Es besaß 2,8 Meter dicke Mauern auf 3,2 Meter breiten Fundamenten und wurde aus Stein und Ziegeln errichtet. Zwei mittig platzierte Ziegelpfeilerfundamente trugen die mehrstöckige Konstruktion mit einem schweren Ziegeldach. Ursprünglich besaß die Anlage zwei rund 14 Meter lange und zwei Meter starke Mauern, die rechtwinklig vom Zentralgebäude abgingen und an ihren Enden quadratische Türme von 5 x 5 Metern aufwiesen. Diese bildeten ein zur Donau hin offenes Viereck, das eine Landungszone für Schiffe umschloss. Paulovics vermutete, dass die Seitentürme und Flügelmauern noch in römischer Zeit abgebrochen und planiert wurden, sodass das Zentralgebäude zuletzt als solitärer Burgus stand. Dieser Umbau könnte um 380 n. Chr. erfolgt sein. Die donauseitige Zone wurde nach dem Abzug der Römer vom Fluss zerstört. Zahlreiche Kleinfunde, darunter eine seltene Glasflasche, aufgearbeitetes Eisen und Keramik, deuten auf eine Belegung bis ins 5. Jahrhundert hin. Dachziegel mit Stempeln hochrangiger Offiziere wie Frigeridus dux und die Tribunen Lupicinus, Terentianus, Olimpus und Caris lassen eine Datierung in die Zeit Kaiser Constantius II. (337–360) oder Valentinians I. (364–375) zu. Nachrömische Gräber und Funde wie Bernstein und ein germanischer Topf weisen auf eine Besiedlung durch Germanen nach der Römerzeit hin.

Lage+

Der Römische Burgus Verőcemaros-Dunamező liegt in Verőce im Komitat Pest, in der Region Közép-Magyarország (Mittelungarn), Ungarn. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von etwa 99 m über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die Reste des römischen Kastells können heute besichtigt werden und geben einen Einblick in die römische Grenzverteidigung am Donaulimes.

In der Nähe+
  • Römisches Kastell Pone Navata (Antike Bauten), ca. 5.8 km entfernt
  • Obere Burg Visegrád (Plintenburg) (Burg), ca. 6.0 km entfernt
  • Untere Burg Visegrád (Plintenburg) (Burg), ca. 6.1 km entfernt
  • Königspalast Visegrád (Plintenburg) (Schloss), ca. 6.5 km entfernt

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.8186, 19.0515