Antike BautenBad Nauheim

Römische Signalturm Bad Nauheim

Römische Signalturm Bad Nauheim

Der römische Signalturm kann besichtigt werden

In römischer Zeit befand sich auf dem Johannisberg seit dem 2. Jahrhundert ein Signalturm, der zum System des Obergermanischen Limes gehörte. Baulich glich er einem Limeswachturm. Vermutlich diente er dazu, optische Signale vom Limes zum Kastell Friedberg zu übermitteln, das keine direkte Sichtbeziehung zum nächstgelegenen Limeswachturm auf dem Gaulskopf hatte. Weitere rückwärtige Wachtürme dieser Art gab es am Kapellenberg bei Hofheim und bei Wölfersheim-Wohnbach. Die Reste des römischen Signalturms wurden 2010 restauriert und dabei auch kenntlich gemacht, welche Teile original und welche Ergänzung sind.

Dieser römische Turm darf nicht mit dem heute noch stehenden Turm verwechselt werden, der im Unterbau aus der Zeit um 1300 stammt. Der im Grundriss achteckige Turm gehörte zum Westwerk der Kirche eines mittelalterlichen Klosters, das auf eine Missionskirche zurückgeht, die 779 hier errichtet worden sein soll. Diese Johanniskirche gilt als Tauf- und Mutterkirche und Urpfarrei der ganzen nördlichen Wetterau. Das Patronatsrecht an der Kirche wurde 1254 von Ulrich II. von Münzenberg dem Mainzer Domkapitel übertragen, das 1310 das gesamte Kloster übernahm. Während der Reformationszeit wurde die Kirche aufgegeben und verfiel. Der Turm, in seinen Grundmauern noch erhalten, wurde 1866 als Aussichtsturm ausgebaut und beherbergt seit 1965 die Volkssternwarte Wetterau.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.3653, 8.7266