Privatbesitz
Rittergut Waake
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Urkundlich erstmals erwähnt wurde Waake 1013 als Gutsbesitz des Marienklosters zu Hildesheim.
Im 12. Jahrhundert war es Teil des Herzogtums Sachsen, später ging es in das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg über.
Die Herren von Uslar verpfändeten im 14. Jahrhundert das Dorf. Abgaben waren von der Bevölkerung jedoch auch an Herren von der Plesse und an den Landgrafen von Hessen zu zahlen.
Ein Konflikt zwischen der nach Autonomie strebenden Stadt Göttingen und Waake ergab sich im 14. Jahrhundert, als sich Göttingen von Waake als landesherrlichen Stützpunkt bedroht sah. In einem anschließenden Versöhnungsbrief an den Rat der Stadt erscheint 1312 Konemundus dictus de Hilckerode, der als Inhaber des Gutes und Hauses zu Waake (in villa Wakene), gilt und damit über Güterbesitz in Waake verfügte. 1385 wird in den Urkunden von Bertold von Hildekerode berichtet, einem vermeintlichen Nachfolger des Konemundus. In ebendieser Zeit benannte sich auch die Familie von Waken nach dem Dorf. Ein Vertreter dieses Geschlechtes, Cunemund von Waken, stiftete 1341 gemeinsam mit dem Scholaster Heinrich von Grone die Magdalena-Vikarie zu Nörten-Hardenberg.
1700 wurde das Rittergut Waake mit allen Nutzungsrechten von den Herren von Uslar-Gleichen an den hannoverschen Oberforst- und Jägermeister Hartmann Ludwig von Wangenheim als Lehen übertragen. Gutsverwalter in Waake und Gerichtsverwalter aus Göttingen vertraten den in Hannover ansässigen Adel. Das Gut mit seinen Stallungen und dem Schloss (heute zu sehen an der B 27 Ortsausgang Richtung Göttingen) war also herrschaftlicher und administrativer Mittelpunkt des Dorfes. Das Rittergut umfasste im 18. Jahrhundert knapp 480 Morgen Ackerland und 40 Wiesen. In den weiteren Jahren wurde das Gut allmählich vergrößert, so kamen 1820 das Vorwerk Neuwaake und 1823 das Gut Kescheroe, welches 285 Morgen Ackerland und drei Wiesen besaß, hinzu. Weiterhin wurde der Zehnt vom Gut Kescheroe beansprucht, die ein Ausmaß von 3500 Bauernland hatte. Das gesamte Areal des Rittergutes Waake erreichte seine maximale Ausdehnung mit 750 Morgen Land und 35 Morgen Wiesen, ohne das Gut Kescheroe, durch stetige Gebietserwerbungen in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Gemüse wurden angebaut und daneben eine intensive Viehzucht betrieben. Der Ort Waake besaß zu dieser Zeit den Charakter eines Spinner- und Tuchmacherdorfes, welcher es mit sich brachte, dass man auf den Wirtschaftsareal zur Wollgewinnung auch durchgehend eine tausendköpfige Schafherde hielt. Eine Brauerei und Brennerei sind ebenfalls für diese Zeit bezeugt, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt, ihren Betrieb schnell wieder einstellten.
1851 wurde das Gut freies Eigentum der Familie Wangenheim, zehn Jahre später Familienfideikommiss.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.5557, 10.0523