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Rittergut Pottschapplitz
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Im Jahre 1559 wird in der Chronik von Bischofswerda bei einem Vorgang ein "Hans v. Maren hatte Pottschappliz zum Lehen" erwähnt. Das heutige Herrenhaus des Rittergutes geht auf Adam Gottlieb Zwirner zurück. Der Stadtschreiber von Bischofswerda hatte das Gut 1709 gekauft und einen zweigeschossigen barocken Bau mit zwei Portalen errichten lassen. Der Korbbogen des rechten Portales zeigt die Jahreszahl 1717, das Monogramm AGZ und ein Wappen. Das reich geschmücktes Wappen zeigt einen Fischreiher wurde allerdings von Zwirner selbst ausgedacht, um mit den adligen Gutsbesitzern der Umgebung mithalten zu können.
Als Zwirner im Jahre 1740 starb, war er Bürgermeister von Bischofswerda. Seine Witwe verkaufte das Rittergut 1761 an einen Herrn von Criegern, dem in 400 Jahren rund 50 weitere meist bürgerliche Eigentümer und Pächter nachfolgten. Im Jahr 1791 wird ein Heirat zwischen Jacob Heinrich (Württemb. Major) mit einer Sophia Eleonora Reut, geb. Thielemann auf Pottschapplitz bei Bischofswerda dokumentiert.
In einem Grundbuch eines Grundstückes im Ort sind zwei Eigentümer als Rittergutsbesitzer benannt worden. Im besagten Grundbuch ist 1880 ein Hr. Robert Julius Döring eingetragen, ob dieser aber auch Besitzer des Rittergutes war kann aktuell nicht sicher belegt werden. Die nachfolgenden Besitzwechsel des Rittergutes im Jahre 1890 an Hr. Dr. jur. Hans Otto und wiederum im Jahre 1905 an Richard Max Schulze gelten als sicher. Dies wird auch durch vorliegende Steuerunterlagen der Gemeinde Pottschapplitz der Jahre 1880 bis 1930 bestätigt. Das Rittergut Pottschapplitz fiel nach dem Zweiten Weltkrieg, anders als die größeren Güter, nicht unter die Bodenreform. Das Rittergut wurde, wie auch die anderen Höfe des Ortes, mehr oder weniger freiwillig in die LPG eingebracht. In dem Herrenhaus sind seitdem mehrere Wohnungen untergebracht. Die LPG nutzte die Gebäude des vierseitig umbauten Hofes als Stallungen, Lagerräume, Büros und Wohnungen. Die direkt dem Herrenhaus gegenüber liegende große Scheune wurde wegen starker Baufälligkeit nach 1990 abgebrochen. Auch die noch erhaltenen Gebäude warten auf eine gründliche Renovierung. Die Familie Schulze erlangte nach der Wende ihren Besitz wieder, verkaufte das gesamte Rittergut aber einige Jahre später. Der heutige Eigentümer stammt aus und lebt in den alten Bundesländern.
Leider hat auch der angrenzende kleine Park sein gepflegtes Erscheinungsbild verloren und erinnert nur noch durch die prächtigen Bäume an seinen früheren Glanz.
Übersicht der Besitzer/Lehensnehmer des Rittergutes Pottschapplitz
- 1477 Carlowitz
- vor 1488 Oswald von der Olßnitz
- ab 1488 Christoph von Haugwitz
- ab 1488 Hans von Mynnewitz zu Naußewitz
- 1490 Alex von Naußelitz
- ab 1499 Melchior und Hans von Haugwitz
- 1519 Nikel, Hans, Melchior, Balthasar Gebrüder von Tschirnhausen
- vor 1559 Hans v. Hermsdorf
- 1559 Hans v. Maxen
- 1559 Teilverkauf an Georg von Maxen
- 1592-1609 Caspar von Klüx
- 1607 Paul Rohrscheidt
- 1609/10-1672 Ernst Albrecht von Alnpeck
- 1672-1709 Christoph III Vitzthum von Eckstädt
- 1709-1740 Adam Gottlieb Zwirner
- 1740-1761 Witwe/Nachfahren Zwirner
- nach 1761 Karl Friedrich von Criegern
- nach 1761 v. Oppel
- 1761 v. Wangenheim
- nach 1761 v. Linnenfeld
- vor 1823 Rudolf von Bünau
- xxxx-1828 Reichsritter Edler von Ehrenthal
- 1828-xxxx Eduard Uhlme
- xxxx-1890 Robert Julius Döring
- 1890-1905 Dr. jur. Hans Otto
- ab 1905 Max Schulze
- ab 19XX Hr. Alkhofer
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.1648, 14.2528