Herren- und GutshausFreital-Pesterwitz

Rittergut Pesterwitz

Rittergut Pesterwitz

Privatbesitz

Ein Vorwerk des Gutes Pesterwitz wird 1529 erstmals erwähnt. Der Geheimsekretär Christian Reichbrod von Schrenkendorf (1613–1660) des Kurfürsten Johann Georg I. erwarb 1649, 1650 und 1653 drei Güter in Pesterwitz und wurde Rittergutsbesitzer von Pesterwitz. Seine Nachfahren teilten sich in zwei Linien, die Klingenberger und Pesterwitzer Linie. Die Pesterwitzer Linie erlosch mit Christian Ehrenreich Reichbrod von Schrenkendorf († 29. September 1735 in Teplitz) und seine Schwester und Universalerbin Christiane Hedwig von Hohberg auf Börna behielt das Rittergut noch bis 1737. Hiernach wechselte der Besitz an den Reichsgrafen Heinrich von Brühl. 1740 erwarb es Friederica Sidonia von Nimptsch den Besitz. 1794 ließ Günter Carl Albrecht von Nimptsch (Nimptsch (Adelsgeschlecht)) das barocke Schlösschen „Jochhöh“ erbauen. Dieses wurde 1848 als Hochzeitsgeschenk von Karl Friedrich von Burgk an Carl Friedrich August Freiherr Dathe von Burgk verschenkt.

In den Jahren 1817 bis 1837 wurde unter der technischen Leitung von Ernst Friedrich Wilhelm Lindig der Tiefe Elbstolln angelegt, der auch unter der Gemeinde Pesterwitz durch den Berg geht. In diesem 6,5 Kilometer langen Stollen sollte die abgebaute Kohle aus den Zauckeroder Bergwerken per Schiff zur Elbe transportiert werden. Der Tiefe Elbstolln wurde in jüngster Zeit aufwändig saniert.

Die Familie der Freiherren von Burgk sind von 1847 bis 1945 die letzten Besitzer des Ritterguts. Im Mai 1945 wurden die Besitzer durch die Kommunisten enteignet und vertrieben. Ab Juli 1945 wird das Gut Versorgungsgut der Roten Armee. Von Herbst 1949 bis 1991 wird es zum Volkseigenem Gut Pesterwitz.

Der landwirtschaftliche Betrieb wird nach der Wende zum „Gut Pesterwitz“ und die Gebäude des ehemaligen Ritterguts umgebaut in Wohnungen und Geschäftsräume.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.0278, 13.6538