Herren- und GutshausZwönitz - Niederzwönitz

Rittergut Niederzwönitz

Rittergut Niederzwönitz

Privatbesitz



Um 1200 wurde Niederzwönitz von deutschen Siedlern gegründet. Wie die Stadt Zwönitz, erhielt auch Niederzwönitz seinen Namen nach dem Fluss, an dem es lag. Es gehörte zur Herrschaft Stollberg, wobei in alten Aufzeichnungen erwähnt wird, dass die Herrschaft Stollberg seit 1367 im Besitz des Geschlechts von Schönberg war. In der folgenden Zeit wechselten die Besitzer der Herrschaft bis sie 1473 von den Schönbergs zurückgekauft wurde.

Ein Kaufurkunde erwähnt 1552 die zur Herrschaft gehörenden Waldungen (z.B. der Streitwald) und die Gewässer zwischen Niederzwönitz und Dorfchemnitz.

Nach 1564 ist Niederzwönitz Herrschaftssitz geworden. Das bestehende Vorwerk wurde Rittergut und man erbaute das "Schöne Haus". Auf einer Federzeichnung von Wilhelm Dillich aus dem Jahre 1629 ist dieser herrschaftliche Fachwerkbau zu sehen.

1632 während des Dreißigjährigen Krieges brannten "Holck'sche Reiter" das Gebäude nieder. Nach dem Ende der Kriegswirren wurde das Anwesen wieder aufgebaut und diente fortan als Wirtschaftsgut.

Am 18. Dezember 1881 brannte das Gut erneut und sieben von elf Gebäuden wurden ein Raub der Flammen. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden, und auch das Vieh konnte gerettet werden.

Unter Leitung des herrschaftlichen Gutsvorstehers und Revierverwalters, Förster Maximilian Frisch, wurden im Jahre 1882 die Gebäude neu erbaut. In dieser Zeit diente das Bergmeistergut der Familie Schönberg als Sommersitz. Zum Flurenkomplex des Rittergutes gehörten ca. 592 ha landwirtschaftliche Flächen, ca. 495 ha Wald sowie die "Beigüter" Bergmeistergut, Hansgünthergut, Bochmannsches Gut und herrschaftliches Jägerhaus mit Brettmühle.

Seit 1929 lebte Nikol Freiherr von Schönberg mit seiner Familie im Bergmeistergut. Von der kommunistischen Diktatur nach 1945 als Großgrundbesitzer angesehen und enteignet, konnte sich die Familie nur durch Flucht vor einer Internierung retten. Im Zusammenhang mit der Errichtung von Neubauernhöfen nach 1945 wurden wertvolle Gebäude und Anlagen auf dem Gutsgelände entfernt.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.6435, 12.8235