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Rittergut Brokeloh

Erste urkundlich belegte Erwähnung findet Brokeloh in einem Schreiben des Klosters Loccum aus dem Jahr 1277.
Brokeloh kann als Teil des Stammsitzes der Freiherren von Münchhausen, der auf dem Haarberg zwischen den heutigen Orten Rehburg und Winzlar lag und von dem die bekannte Familie der von Münchhausen ihren Namen herleitet, angesehen werden. Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1183 mit dominus Rembertus, pater Gyselheri de Monechusen, mit dem auch die Stammreihe beginnt. Der Name leitet sich ab vom nahegelegenen, 1163 gegründeten Zisterzienserkloster Loccum, dessen Wachmannschaft die ersten dortigen Ritter als Ministerialen waren. Diese „Villa Monickhusen“ wird 1335 zum letzten Mal als bewohnte Siedlung erwähnt. Vermutlich aufgrund kriegerischer Zerstörungen wurde sie bald darauf wüst. Die Familie Münchhausen hat diesen Platz nicht wieder bebaut, jedoch errichtete Clamor v. Münchhausen 1545 – unter Verwendung von Steinen der Burgruine – auf den zugehörigen Ländereien eine Wasserburg in Brokeloh, wo er sich an schwer zugänglicher Stelle im Moor vor den Gefahren eines Kriegszugs sicher fühlte. Sein Sohn Erich-Hans vollendete das Gebäude um 1600 als Vierflügelanlage, geriet jedoch schon zwei Jahre später in Konkurs und musste den Besitz verkaufen. Langjährige Prozesse (u.a. mit dem Kloster Loccum) hatten sein Geld verschlungen.
Käufer war Oberst Otto Plato von Helversen, der 1616 mit dem Gut belehnt wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts kam es durch Erbgang an die verschwägerte Familie v. Roth, von dieser 1725 an den Oberst Dietrich August v. Adelebsen. Er trennte sich bald aber wieder von diesem Besitz und fand 1734 in dem Amtmann Christian Eberhard Niemeyer einen Käufer, der für Schloss Brokeloh eine bis heute anhaltende Ära einleitete: Zwar gehörte das Gut eine Zeit lang mehreren Nachkommen zu ideellen Anteilen, 1858 konnte es Friedrich August Wilhelm Niemeyer durch Erbschaft und Ankauf aber in seiner Hand vereinigen. Der heutige Eigentümer Carsten Niemeyer hat das Anwesen von seinem Großvater Erich Niemeyer 1982 geerbt. Seit 1986 bewirtschaftet Carsten Niemeyer mit seiner Familie das zuvor verpachtete Gut.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=557
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
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