BurgRiegersburg

Riegersburg

Riegersburg

Privatbesitz

1122 errichtete Rüdiger von Hohenberg einen Stützpunkt an der Stelle der heutigen Hochburg, die 1138 erstmals als „Ruotkerspurch“ genannt wird. Die Riegersburger nahmen später ihren Wohnsitz auf der Burg Wildon und nannten sich auch danach. Ihnen gehörte die Burg bis 1249. Danach folgten die verwandten Khuenring-Dürnstein.

Das nach Süden abfallende Plateau trug schon im Mittelalter zwei Burgen: das Hochschloss Kronegg und südlich davon, die niedriger gelegene Burg Lichteneck, die um 1140 von Markgraf Otakar III, dem Landesfürsten der Steiermark, angelegt wurde. Aber bereits 1301 gehörten beide Anlagen Ulrich von Wallsee-Graz, der die obere Burg schon seit zwei Jahren besaß.

1412 wurde die Burg vom Herzog Ernst dem Eisernen nach einer kurzen Belagerung zur Kapitulation gezwungen. Reinprecht von Wallsee erhielt die Burg jedoch 1417 wieder zurück. Auf Grund der schlechten Erfahrungen von 1412 ließ er den Eselssteig in den Fels schlagen. Mit dem Aussterben der Wallseer fiel die Herrschaft an den Landesfürsten zurück. Kaiser Friedrich III belehnte 1478 Reinprecht von Reichenburg mit der riesigen Herrschaft. Während die Umgebung in der Folge in der Baumkirchner Fehde, aber auch von den Ungarn und Türken immer wieder verwüstet wurde, kam es seit 1412 nie mehr zu einer Belagerung der Burg.

1571 ging die Herrschaft durch Heirat an Erasmus von Stadl über, der Kronegg im Stil der Spätrenaissance kräftig um- und ausbaute. Hohe Schulden zwangen ihn aber 1618 zum Verkauf an den reichen Georg Christoph von Ursenbeck. Durch Heirat gelangte der Besitz 1637 an Seyfried Freiherr von Wechsler aus Radkersburg. Er vererbte ihn schließlich an seine Schwester, Katharina Elisabeth von Wechsler, verehelichte Freifrau von Galler und an seinen Onkel Siegmund. Als dieser 1648 starb, war die „Gallerin“ Alleinbesitzerin. Angesichts der ständigen Bedrohung der Oststeiermark durch die Türken, ließ sie unter großen Kosten die Befestigungen ausbauen. Im Verlauf der Bauarbeiten wurde die untere Burg abgetragen. Die dabei gewonnen Steine dienten als Baumaterial für die neuen Bastionen und Wehrmauern.

Die Ausgestaltung der Riegersburg zur „stärksten Festung der Christenheit“ wurde 1685 durch ihren Schwiegersohn, Johann Ernst Graf Purgstall, vollendet. Er errichtete auf der Südseite des Bergplateaus mit neun Bastionen und fünf freistehenden Sperrtoren ein großartiges Verteidigungssystem, das die Burg damals praktisch uneinnehmbar machte. Mit Wenzel Raphael Graf Purgstall starb die Familie 1817 aus. Nach dem Tod des letzten Riegersburger Vertreters dieser Familie teilten sich 17 Personen das Erbe. 1822 kaufte Johann I Fürst von und zu Liechtenstein Burg und Herrschaft. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Burg durch Granatenbeschuss schwer beschädigt. Die Verwüstungen wurden in den folgenden Jahren von der Familie Liechtenstein behoben.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at

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