KlosterBous

Redemptoristenkloster Heiligenborn

Redemptoristenkloster Heiligenborn

Privatbesitz

Das Redemptoristenkloster Heiligenborn, ein bedeutendes Baudenkmal im Saarland, war einst ein Zentrum der Seelsorge und Bildung. Es liegt malerisch über der Saar bei Bous und repräsentiert eine wichtige Epoche der Ordensgeschichte in der Region. Die Anlage zeichnet sich durch ihre besondere Architektur aus, die von dem ungarischen Künstler György Lehoczky geprägt wurde.

Geschichte+

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand im Saarland der Wunsch nach einer neuen Ordensniederlassung, um kulturelle und bildungspolitische Impulse zu setzen. Die Landesregierung unter Johannes Hoffmann unterstützte diese Initiative. Am 13. November 1949 wurde das Kloster in einem ehemaligen HJ-Heim eingeweiht. Der Name Heiligenborn geht auf eine Legende zurück, die von einem frühen christlichen Einsiedler an einer Quelle in der Nähe erzählt. Zudem knüpfte das Kloster an die Tradition der aufgehobenen Prämonstratenserabtei Wadgassen an. Da die ursprüngliche Kapelle zu klein war, begann man 1951 mit dem Bau einer Klosterkirche, die ebenfalls von György Lehoczky gestaltet wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte am 30. September 1951, und bereits am 7. Dezember 1952 konnte die Kirche geweiht werden. Ein Konvikt, das 1950/1951 eröffnet wurde, musste jedoch 1979 aufgrund von Personal- und Finanzproblemen wieder geschlossen werden. Das Kloster war primär ein Seelsorgekloster, dessen Brüder Gemeindemissionen im Saarland abhielten und in der Seelsorge umliegender Gemeinden sowie in einem Seniorenheim aushalfen. Es bot auch im Kloster selbst ein umfangreiches Programm an Gottesdiensten, Exerzitien und Gesprächen an. Bekannt war es zudem für Orgelkonzerte und Meditationskurse. Im November 2009 wurde das Kloster von den Redemptoristen aufgegeben und die Klosterkirche profaniert. Im September 2017 wurde die Anlage versteigert.

Lage+

Das ehemalige Redemptoristenkloster Heiligenborn befindet sich im Saarland, Deutschland, oberhalb der Saar bei der Gemeinde Bous.

Vor Ort+

Das ehemalige Kloster ist heute nicht mehr in kirchlicher Nutzung, nachdem es 2017 an einen Unternehmer verkauft wurde. Es steht unter Denkmalschutz und bewahrt somit seine historische Bedeutung.

In der Naehe+
  • Schloss Püttlingen (Schloss, 5595 m)
  • Herrenhaus Marienhof (Herren- und Gutshaus, 6100 m)
  • Burgruine Bucherbach (Burg, 7090 m)
  • Burgrest Berus (Burg, 7829 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: LoKiLeCh / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.2730, 6.8090