KlosterAachen-Mitte

Redemptoristenkloster Aachen

Redemptoristenkloster Aachen

Bürokomplex

Das ehemalige Redemptoristenkloster in Aachen, ein bedeutendes Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen, ist ein historisches Zeugnis klösterlichen Lebens und städtischer Entwicklung. Die Anlage, ursprünglich im neoromanischen Stil erbaut, hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Nutzungen erfahren und präsentiert sich heute als ein sorgfältig restaurierter Gebäudekomplex, der moderne Funktionen mit historischer Substanz verbindet.

Geschichte+

Die Redemptoristen gründeten ihre Niederlassung in Aachen im Jahr 1859 mit dem Ziel, die Seelsorge für die arbeitende Bevölkerung zu stärken. Auf einem erworbenen Grundstück an der Alfons- und Lothringerstraße entstand ein Konventgebäude, das 1862 bezogen wurde. Die zugehörige Klosterkirche, entworfen von Heinrich Wiethase, wurde 1865 fertiggestellt und dem Ordensgründer Alfonso Maria de Liguori geweiht. Zwischen 1873 und 1896 mussten die Patres das Kloster aufgrund des Kulturkampfes verlassen; die Gebäude dienten in dieser Zeit der Ausbildung junger Handwerker. Nach ihrer Rückkehr nahmen die Redemptoristen ihre seelsorgerische Arbeit wieder auf, und die Kirche entwickelte sich zu einem wichtigen Ort für Gottesdienste und Beichten in der Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs, von 1941 bis 1945, wurde das Kloster von der Gestapo beschlagnahmt und 1943 durch einen Luftangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau, der bis 1954 dauerte. 1985 beschlossen die Redemptoristen, die Niederlassung aufzugeben, und übergaben die Anlage 1986 an das Bistum Aachen. Bis 2005 nutzten Jesuiten das Kloster, bevor es verkauft und zu einem Bürokomplex umgebaut wurde.

Lage+

Das Redemptoristenkloster befindet sich in der Städteregion Aachen, im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Es liegt im Stadtgebiet von Aachen, an der Alfonsstraße 44.

Vor Ort+

Nach der Profanierung und einem denkmalgerechten Umbau dient das ehemalige Kloster seit 2008 als moderner Bürokomplex. Die historische Bausubstanz wurde dabei erhalten und der U-förmige Bau, der einst einen Klostergarten umschloss, beherbergt heute verschiedene Bürogemeinschaften. Eine neu errichtete Glashalle im ehemaligen Innenhof ermöglicht den Zugang zu den Bürotrakten.

In der Naehe+
  • Burg Frankenberg (Burg, 584 m)
  • Stadtbefestigung Aachen-Marschiertor (Stadtbefestigung, 771 m)
  • Aachener Dom (Sakralbau, 1003 m)
  • Stadtbefestigung Aachen-Marienturm (Stadtbefestigung, 1664 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: ArthurMcGill / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7708, 6.0971