Pfarrkirche
Radolfzeller Münster

Das Radolfzeller Münster, auch bekannt als Münster Unserer Lieben Frau, ist eine bedeutende spätgotische Pfeilerbasilika in Radolfzell am Bodensee. Mit seinem imposanten Erscheinungsbild prägt es das Stadtbild und ist ein Zeugnis jahrhundertelanger Baukunst und religiöser Geschichte in der Region.
Geschichte+
Der Bau des Radolfzeller Münsters begann im Jahr 1436. Ein romanischer Vorgängerbau oder Spuren der Anlage von Bischof Radolt von Verona sind nicht erhalten. Die erste Bauphase wurde 1488 abgeschlossen und der Chor geweiht. Zwischen 1510 und 1516 erfolgte eine Erhöhung des Langhauses. Von 1550 bis 1552 wurden die Seitenschiffe eingewölbt und 1554 mit gotischer Malerei verziert, die heute noch im Joch am hinteren Marktplatzeingang sichtbar ist. Ein Epitaph des Ritters Wolf von Homburg aus dem Jahr 1567 befindet sich ebenfalls im Münster. Im Jahr 1713 erhielt das Mittelschiff ein barockes Stichkappengewölbe. Der barocke Hochaltar wurde 1897 durch einen neugotischen Altar von Josef Eberle ersetzt, doch das barocke Altarbild „Geburt Christi“ von Joseph Glyckher ist weiterhin vorhanden. Weitere barocke Elemente sind der Rosenkranzaltar von David Zürn aus dem Jahr 1648 und die Hausherrenkapelle um 1750. Der heutige 82 Meter hohe Turm, der höchste Kirchturm am Bodensee, erhielt seine Gestalt in den Jahren 1902/1903. Die letzte umfassende Renovierung fand von 1982 bis 1998 statt. Zur Erhaltung des Münsters wurde 2008 der Münsterbauverein Radolfzell gegründet. Seit 2009 wird das Münster nachts durch ein Lichtkonzept des französischen Künstlers Roland Jéol illuminiert.
Lage+
Das Radolfzeller Münster befindet sich in der Stadt Radolfzell am Bodensee, im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, Deutschland.
Vor Ort+
Das Münster dient heute als Pfarrkirche und ist ein aktives Zentrum des Gemeindelebens. Es beherbergt eine Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Hans Schenck aus der Zeit um 1622. Die Orgel aus dem Jahr 1997 wurde von Mönch Orgelbau geschaffen und 2023 erweitert. Das Glockengeläut besteht aus neun Glocken, die 1953 und 2014 gegossen wurden.
In der Naehe+
- Ritterschaftshau zu Radolfzell (Burg, 57 m)
- Österreichisches Schlösschen (Schloss, 61 m)
- Burg Radolfzell (Burg, 154 m)
- Scheffelschlösschen (Schloss, 2209 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Peter Schmenger / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7373, 8.9697