Bestattungshaus und Baumschule
Prämonstratenserinnenstift, vorher Augustinerinnenkloster Marienstern, Essig (Kloster Maria Stern)

Im Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen, befindet sich das ehemalige Prämonstratenserinnenstift Marienstern, auch bekannt als Kloster Maria Stern oder Kloster Essig. Diese historische Anlage, die ursprünglich als Augustinerinnenkloster gegründet wurde, ist heute als Kulturdenkmal geschützt und zeugt von einer langen religiösen Geschichte in der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Essig erfolgte um das Jahr 1439, nachdem bereits ab 1432 auf einem gestifteten Grundstück ein Hospital, eine Kapelle und ein Armenfriedhof errichtet worden waren. Diese frühen Bauten wurden von Johann von Schleiden und Anna von Blankenheim initiiert, und die Zustimmung des Pfarrers von Odendorf erfolgte im September 1432. Die Kapelle, die der Heiligen Maria und dem Heiligen Jakob geweiht war, wurde 1446 dem Erlöserorden übergeben. Das Kloster lag strategisch günstig am Jakobus-Pilgerweg und an der Aachen-Frankfurter Heerstraße, um durchreisenden Pilgern Obdach und Hilfe zu bieten. Zunächst von den Birgitten geführt, übernahmen 1454 Kölner Augustiner-Chorfrauen den Konvent. Im Jahr 1551 wurde das Kloster dem Abt von Steinfeld unterstellt. Ab 1663 oder 1666 wurde es schließlich von Prämonstratenserinnen bewohnt. Die Säkularisation im Jahr 1802 führte zur Auflösung des Klosters. Die Gebäude wurden versteigert, das Inventar aufgelöst und die Klosterkapelle 1804 abgerissen. Der Großteil der Klostergebäude wurde 1905 niedergelegt.
Lage+
Das ehemalige Kloster Maria Stern liegt in der Ortschaft Essig, die zur Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis gehört. Diese Region befindet sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen in Deutschland.
Vor Ort+
Von der einstigen Klosteranlage sind heute nur noch wenige Bauteile erhalten. Dazu gehören Teile der Umfassungsmauer und ein barocker Giebel des Haupthauses aus dem späten 17. Jahrhundert, dessen Windfahne den Marienstern zeigt. Auch Teile eines Nebengebäudes sind noch vorhanden. Seit 1992 stehen diese Überreste unter Denkmalschutz. Auf dem früheren Klostergrundstück befinden sich heute ein Bestattungshaus und eine Baumschule.
In der Naehe+
- Burg Odendorf (Burg, 1163 m)
- Schloss Miel (Schloss, 2408 m)
- Ruine Miel (Ruine, 2560 m)
- Burg Kleeburg (Burg, 3863 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Prof. emeritus Hans Schneider (Geyersberg) / CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.6574, 6.8858