KlosterFriedeburg

Prämonstratenserinnenstift Hopels, später Augustinerchorherren

Prämonstratenserinnenstift Hopels, später Augustinerchorherren

Staatsforst, Gedenkstätte

Das ehemalige Prämonstratenserinnenstift Hopels, später von Augustiner-Chorherren übernommen, war ein bedeutendes Kloster in Niedersachsen. Die Anlage, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, liegt in einer heute bewaldeten Region und ist von einem gut erhaltenen Graben- und Wallsystem umgeben. Obwohl viele historische Dokumente verloren gingen, zeugen die Überreste von einer einst blühenden geistlichen Gemeinschaft.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Hopels, das der Maria geweiht war, wird zwischen 1235 und 1290 vermutet, wahrscheinlich durch Prämonstratenser aus Dokkum. Eine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1290 berichtet von 90 Insassen. Nach einer weiteren Erwähnung im Jahr 1310 fehlen für lange Zeit Informationen. Aus dem Stader Kopiar von 1420 geht hervor, dass die St. Nikolai-Kirche auf Wangerooge dem Kloster inkorporiert war und Hopels weitere Besitztümer in der Umgebung besaß. Im Jahr 1450 wurde das Frauenkloster, das als heruntergekommen galt, vom Generalkapitel der Prämonstratenser den Augustiner-Chorherren des Klosters Marienkamp in Esens übergeben, wodurch Hopels seine Eigenständigkeit verlor. Nach der Reformation löste Graf Enno II. das Kloster Marienkamp 1528 auf, wobei Hopels möglicherweise schon früher aufgegeben worden war. Die Ländereien wurden in gräfliche Domänen umgewandelt. Die Steine der Klosterkirche sollen beim Ausbau der Kirche in Remels wiederverwendet worden sein.

Lage+

Die ehemalige Klosteranlage befindet sich im Staatsforst Hopels, etwa fünf Kilometer südwestlich der Ortschaft Friedeburg in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland.

Vor Ort+

Das einstige Klostergelände ist heute Teil des Staatsforstes Hopels. Die Anlage ist noch von einem etwa vier Meter breiten Graben und einem vorgelagerten Wall von gleicher Breite und 0,7 Metern Höhe umgeben. Auf dem Gelände befindet sich ein etwa 1,5 Meter hoher Erdhügel mit mehreren Granitfindlingen, darunter der sogenannte Cirk Steen, ein Gedenkstein aus der Zeit um 1900, der auf dem vermuteten Klosterfriedhof aufgestellt wurde. Im Jahr 1980 wurden auf dem Gelände Lehrgrabungen durchgeführt.

In der Naehe+
  • Schloss Neuenburg (Schloss, ca. 10505 m entfernt)
  • Schloss Gödens (Schloss, ca. 13731 m entfernt)
  • Rittergut Stikelkamp (Herren- und Gutshaus, ca. 16996 m entfernt)
  • Schlossrest Marienhausen (Schloss, ca. 18100 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Simplicius / GFDL 1.2 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.4139, 7.7965