Kulturdenkmal, Ruine, landwirtschaftliche Nutzung (ehemaliger Klosterhof)
Prämonstratenserinnenstift Beselich

Das ehemalige Prämonstratenserinnenstift Beselich, ein bedeutendes Kulturdenkmal, liegt auf dem Beselicher Kopf in der hessischen Gemeinde Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg. Die Anlage, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, zeugt von einer reichen Geschichte und war einst ein einflussreiches religiöses Zentrum in der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte um das Jahr 1170 durch die Abtei Arnstein auf dem Beselicher Kopf. Es wurde den Prämonstratenser-Chorfrauen geweiht und trug den Namen „Kloster zur allerheiligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus“. Die Initiative zur Gründung ging von Gottfried von Beselich aus, einem Priester des St. Lubentiusstifts in Dietkirchen, der eine dem heiligen Ägidius geweihte Kirche samt Hof dem Kloster Arnstein für diesen Zweck vermachte. Eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1163, bestätigt durch Erzbischof Hillin von Trier, belegt die frühen Ursprünge. Das Kloster unterstand dem Abt von Arnstein, der die oberste Autorität darstellte, während eine Meisterin die internen Geschicke lenkte. Es zog vorwiegend adelige Frauen an und erlangte durch Mitgiften sowie Seelengedächtnisse beträchtlichen Reichtum, der sich in umfangreichen Ländereien und Besitzungen manifestierte. Mitte des 15. Jahrhunderts erlitt das Kloster einen schweren Rückschlag durch einen Überfall, der es zerstörte. Nach dem Wiederaufbau und der Neubesiedlung durch Schwestern aus Gummersbach kam es im 16. Jahrhundert zu Reformationsversuchen und internen Konflikten, die schließlich 1568 zur Auflösung des Stifts führten.
Lage+
Die Ruine des Klosters Beselich befindet sich auf dem Beselicher Kopf, der mit 296 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde Beselich am Rande des Limburger Beckens darstellt. Die zentrale Lage innerhalb der Gemeinde ermöglicht eine Erreichbarkeit über die Straßen zwischen den Ortsteilen Obertiefenbach, Schupbach und Niedertiefenbach.
Vor Ort+
Heute ist die Klosterruine Beselich als Kulturdenkmal geschützt. Neben der historischen Anlage wird der ehemalige Klosterhof landwirtschaftlich genutzt. In unmittelbarer Nähe befindet sich seit 1767 die Wallfahrtskapelle „Maria Hilf“.
In der Naehe+
- Burg Schadeck (Burg, 4772 m)
- Schloss Dehrn (Schloss, 5059 m)
- Burg Runkel (Burg, 5059 m)
- Schloss Hadamar (Schloss, 6825 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Volker Thies (Asdrubal) / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.4501, 8.1410